Erste Verleihung des CHELM- Förderpreises "E-Learning in der Medizin"

CHELM steht für Coordination Center Homburg E-Learning in Medicine. Das E-Learning-Projekt der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes findet dank seiner einzigartigen E-Learning-Inhalte bundesweit erhebliche Beachtung und wird demnächst in einem ausführlichen Bericht im Deutschen Ärzteblatt präsentiert.

Aufgabe ist die Förderung, strategische Planung, Bündelung, Koordination, Unterstützung und Beratung von eLearning und eScience Aktivitäten und Projekten an der Medizinischen Fakultät und dem Schulzentrum für Gesundheitsberufe des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg/Saar. Im Zentrum stehen der Einsatz, die Entwicklung, die wissenschaftliche Begleitung und die nachhaltige Einbindung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehre und Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes und dem Schulzentrum für Gesundheitsberufe des Universitätsklinikums Homburg/Saar. Der Einsatz der IT-Technologie soll im Rahmen von CHELM nicht nur für eLearning, sondern auch für eScience gefördert werden. Auch in Forschung und Entwicklung sollen die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien systematisch und nachhaltig genutzt werden.

CHELM sowie das Kompetenzcenter der „Virtuellen Saar Universität“ der Universität des Saarlandes arbeiten eng zusammen und organisierten aktuell den 12. Workshop der Arbeitsgruppe „Computerunterstützte Lehr- und Lernsysteme in der Medizin“ der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie.

Im Rahmen dieser Veranstaltung in Saarbrücken konnten die Projekte virtX, Schoolbook und Campus von Universitätspräsident Professor Volker Linneweber und Wissenschafts-Staatssekretär Dr. Christian Ege für ihre hervorragenden Präsentationen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Kontext innovativer Nutzung neuester Technologien in Lehre und Studium für die Medizin ausgezeichnet werden.

Vorausgegangen war ein Votum der Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie ein einmütiges Votum einer wissenschaftlichen Expertenkommission.

Ausschlaggebend für die vom Elsevier Verlag unterstützte Prämierung war die besondere Qualität der Projekte – sie kann als wegweisend und beispielgebend für eine zukunftsweisende Anwendung digitaler Technologien zur Verbesserung von Lehr-, Lern- und Prüfungsprozessen im Medizinstudium angesehen werden.

Die beiden Projekte Schoolbook und Campus erhielten eine lobende Anerkennung

Informationen zu den Projekten finden Sie unter:
http://www.mh-hannover.de/6849.html
http://www.medicase.de
Erstmals den Chelm-Förderpreis „E-Learning in der Medizin“ erhielt das Projekt „virtX“

„virtX“ ist ein virtuelles Lehr- und Lernsystem für den Einsatz mobiler Röntgengeräte, die in chirurgischen Notaufnahmen und Operationssälen oft gebraucht werden. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt des Instituts für Medizinische Informatik der TU Braunschweig und der Klinik für Unfallchirurgie, Plastische und Wiederherstellungschirurgie der Georg-August-Universität Göttingen (PD Dr. med Klaus Dresing). „virtX“ wird von der u_m_i Informatik GmbH vertrieben und unter anderem aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen gefördert.

Aufgrund der sterilen Arbeitsbedingungen im Operationssaal ist der Chirurg während des Eingriffs darauf angewiesen, dass das Pflegepersonal den mobilen Bildverstärker des Röntgengeräts in die korrekte Position über das Operationsgebiet bringt. Die Positionierung für die Feinjustierung erfolgt häufig unter Strahlung, dabei muss die Strahlungszeit so gering wie möglich gehalten werden, um die Belastung von Patient und OP-Team zu reduzieren.

Die praktizierenden Ärzte und OP-Teams sind momentan noch so ausgebildet, dass ihnen lediglich die Handhabung des mobilen Bildverstärkers erläutert wurde. Danach folgt der klinische Einsatz im OP. Das Team braucht häufig länger, um den mobilen Bildverstärker richtig einzustellen, so entsteht eine erhöhte Strahlenbelastung des Patienten und des OP-Teams.

„virtX“ soll dies verhindern. Mit „virtX“ kann das Pflegepersonal mittels Simulation die Einstellungen am Röntgenbildverstärker für verschiedene Operationsszenarien am realitätsnahen virtuellen Modell trainieren. Dabei erfolgt eine Rückkopplung über simulierte Röntgenbilder, die aus realen CT-Datensätzen errechnet werden. Die Simulation kann mit einem realen Bildverstärker gekoppelt werden, so dass das Personal üben kann, ohne tatsächlich Röntgenstrahlung zu erzeugen.

Mit dieser neuen Art der Ausbildung kann ein schnelleres Ansteuern der richtigen Bildverstärker-Position erreicht werden. Die Fehlerquote wird gesenkt und damit die Strahlenbelastung reduziert. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter: http://www.umiversal.com/resources/virtX.pdf

Hintergrundinformationen zu CHELM:

Das Projekt wurde im Wintersemester 2005/2006 auf Initiative von Prof. Dr. Norbert Graf (Universitätsklinikum des Saarlandes), Dr. Christoph Igel (Universität des Saarlandes), Dr. Gregor Hohenberg (Schulzentrum für Gesundheitsberufe des Universitätsklinikums des Saarlandes) und des Coordination Center Homburg E-Learning in Medicine (CHELM) an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes gegründet.

Letztendlich trägt CHELM zur Profilbildung und zukunftsweisenden Ausrichtung der Medizinischen Fakultät und des Schulzentrums für Gesundheitsberufe des Universitätsklinikums Homburg/Saar, insbesondere unter Berücksichtigung der Ausbildung des Europäischen Bildungs- und Forschungsraumes, bei. Durch eine umfassende und systematische Einbindung von eLearning ins Medizinstudium zum Lernen und Prüfen wird das Profil der Medizinischen Fakultät wesentlich verbessert und damit die Attraktivität des Medizinstudiums an der Universität des Saarlandes erhöht.

Coordination Center Homburg E-Learning in Medicine:
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Norbert Graf
Studiendekanat der Medizinischen Fakultät
Tel. 06841/16-26072 oder -26001
Dr. Gregor Hohenberg
Schulzentrum
Coordination Center Homburg eLearning in Medicine
Tel.: 06841/ 1623731, Fax: 06841/ 1623727
E-Mail: raghoh@uniklinikum-saarland.de
Gebäude 51
Universitätsklinikum des Saarlandes
66421 Homburg/Saar

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