100 Physik-Olympioniken wetteifern in Chemnitz

Am 18. und 19. April treffen sich in Chemnitz die besten Nachwuchsphysiker Sachsens. 100 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 aus 37 Gymnasien wetteifern dann um Plätze und Preise beim Landesausscheid der 9. Sächsischen Physikolympiade. Am Hausaufgabenwettbewerb, der 1.

Stufe des Turniers, hatten sich Ende vergangenen Jahres 1.800 Schüler beteiligt. Im März war in den Regionalschulamtsbereichen die 2. Stufe in Regionalwettbewerben durchgeführt worden, bei denen sich die besten Teilnehmer für die bevorstehende Endrunde in Chemnitz qualifiziert haben.

Veranstalter des Wettbewerbs ist der „Verein zur Förderung der Sächsischen Physikolympiade e.V.“. Unterstützung erhält er auch in diesem Jahr von der Technischen Universität Chemnitz und dem Johannes-Kepler- Gymnasium Chemnitz. Im Gymnasium am Humboldtplatz wird der Wettbewerb auch ausgetragen. Gemeinsam mit den 100 Gymnasiasten reisen 16 Lehrer bereits am Freitag auf die Augustusburg an, wo die Gruppe in der Jugendherberge untergebracht ist. Diese Lehrer sind gleichzeitig Mitglieder der Aufgabenkommission, die sich nicht nur bei der Erstellung der Aufgaben, sondern auch bei Durchführung und Auswertung des Wettbewerbs beteiligen.

Der Wettbewerb wird traditionell von einem naturwissenschaftlich- technischen Rahmenprogramm begleitet. So werden am Freitagabend Studenten des Projektes „Fortis Saxonia“ der TU Chemnitz zu Gast sein.

Das Team besteht aus Studenten und Absolventen unterschiedlicher Studiengänge, die interdisziplinär an der Entwicklung eines leichten, energiesparenden Fahrzeugs arbeiten, das mithilfe einer Brennstoffzelle angetrieben wird. Sie stellen den Schülern ihr Forschungsprojekt vor.

Der 19. April beginnt für die Olympioniken zunächst mit einer zweieinhalbstündigen Klausur, bei der neben zwei theoretischen auch eine experimentelle Aufgabe zu lösen sein wird. Während Lehrer und Studenten die Arbeiten korrigieren, haben die Schüler die Möglichkeit, an Seminaren teilzunehmen, die von ehemaligen Physikolympioniken gestaltet werden. Als Novum in diesem Jahr bieten die Ehemaligen um den vorjährigen Preisträger der „Internationalen PhysikOlympiade“, Ilja Göthel, Veranstaltungen zur Vorbereitung auf weiterführende Physik-Wettbewerbe an. Ziel ist es, den leistungsstärksten Teilnehmern den Einstieg in die nächst höhere Wettbewerbsklasse zu erleichtern und letztendlich die Erfolge sächsischer Schüler in Zukunft auf eine breitere Basis zu stellen.

Nachmittags findet in der Aula des Johannes-Kepler-Gymnasiums die Abschlussveranstaltung statt. Zu Beginn hält Prof. Dr. Manfred Albrecht, Inhaber der Professur Oberflächen- und Grenzflächenphysik an der TU Chemnitz, einen Vortrag unter dem Titel „Magnetismus in der Nanowelt“, in dem es auch um die Forschungsinhalte des deutschen Physiknobelpreisträgers Prof. Dr. Peter Grünberg gehen wird. Anschließend, gegen 14.30 Uhr, werden die Preisträger des diesjährigen Landeswettbewerbs gekürt.

Weitere Informationen erteilt Thomas Scheunert, Johannes-Kepler- Gymnasium Chemnitz, Telefon 0171 4775504, E-Mail Izmail@lzphysik-chemnitz.de

Media Contact

Katharina Thehos Technische Universität Chemnitz

Weitere Informationen:

http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Grüner Laser schmilzt reines Kupfer

Fraunhofer IWS setzt erstmals innovative Laserschmelzanlage für komplexe Kupfer-Bauteile ein Raffiniert geformte Kunststoffteile mit dem 3D-Drucker zu erzeugen ist heute keine Kunst mehr, sondern Alltagstechnologie. Ganz anders bei reinem Kupfer:…

Der Erdmantel als Lavalampe

Vulkanketten „recyceln“ ozeanische Kruste und kontinentales Material   In den 80er Jahren waren sogenannte Lava-Lampen im Zimmer vieler Jugendlicher zu finden. Die Hitze einer im Fuß der Lampe versteckten Glühbirne…

Klimawandel: Mischwälder sind anpassungsfähiger als Monokulturen

Tannen und Fichten dominieren mit einem Anteil von 80 Prozent den Baumbestand des Schwarzwalds. Solche überwiegenden Reinbestände sind jedoch besonders anfällig für klimawandelbedingte Extremereignisse wie Sturmschäden, Hitzewellen und Borkenkäferbefall. In…