Berliner Student gewinnt mit zukunftsweisendem Entwurf asiatischen Designwettbewerb

Der „Gold Prize“ für seinen als Studienarbeit bei Professor Helmut Staubach im Fachgebiet Produkt-Design entwickelten „C-Robot“, einem Kletter-Roboter für die Untersuchung von Bauwerksschäden, hat ihm damit 10.000 US-Dollar eingebracht.

Galler machte sich die Eigenschaften eines neuen Materials zu Nutze, das am Max-Planck-Institut für Metallforschung entwickelt wurde.

Die Entwicklung basiert auf der Beobachtung, dass Geckos, das sind tropische Eidechsen, auf senkrechten Wänden und sogar an Decken entlang laufen können.

Mit der Hilfe eines C-Robots können Diagnosen über die Hinfälligkeit bzw.
Standfestigkeit von Bauwerken getroffen werden. Der C-Robot macht sich dabei das Anhangsprinzip des Geckos zu Nutze. Ein neues Material basiert auf der Struktur von Geckofüßen. Die Haftung entsteht durch die Bündelung der Van-der-Waals-Kräfte, die an jedem einzelnen der Millionen Härchen des synthetischen Materials bei engem Kontakt mit anderen Materialien auftreten. Es bedarf dabei keiner zusätzlichen Energie.

Der Haftmechanismus wird gesteuert, indem Bodenzüge die haftende Sohle einfach abstreifen und so der Kontakt zum Untergrund mit geringstem Kraftaufwand gelöst wird.

Der Roboter ist mit einem Ultraschall-Sensor an seiner Unterseite ausgerüstet und kann so z.B. Korrosionsschäden im Stahlbeton orten. Die erhobenen Daten werden anschließend zu einer Bodenstation gesendet. Das umständliche Aufbauen von Gerüsten am Gebäude ist nun für die Bauwerksdiagnose nicht mehr nötig und gezielte Reparaturmaßnahmen können je nach Diagnose eingeleitet werden.

Das Projekt fand in Kooperation mit dem Volkswagen Design Center Potsdam, dem Roboter-Spezialisten Dr. Jörg Reiff-Stephan und dem Bioniker Stanislav Gorb vom Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart statt.

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