Deutscher Krebspreis für Peter Friedl

Prof. Dr. Peter Friedl, Mitglied des Rudolf-Virchow-Zentrums / DFG-Forschungszentrums für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg, erhielt gestern im Rahmen des 28. Deutschen Krebskongresses in Berlin den Deutschen Krebspreis. Der mit jeweils 7500 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. für herausragende wissenschaftliche Leistungen und aktuelle sowie zukunftsweisende Arbeiten im Bereich Onkologie vergeben.

Prof. Friedl wurde für seine hervorragende Leistung auf dem Gebiet der Entwicklung neuer dynamischer bildgebender Methoden zur Untersuchung von Tumorinvasion ausgezeichnet. Von ihm wurden neue Konzepte der Migration von Tumorzellen auf der Basis seiner Untersuchungen der Mechanismen der Progression und Metastasierung von Tumoren entwickelt. In einer Reihe von experimentellen Arbeiten hat er sowohl in vitro als auch in vivo seine Konzepte untermauert. Er hat den entscheidenden Beitrag für die Beschreibung des Mechanismus von Tumorzellen bei der Invasion und Metastasierung geleistet. Auf der Basis seiner Arbeiten sind diese Prozesse heute klassifizierbar und stellen ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung neuester Ansätze der Tumortherapie dar, so die Begründung der Deutschen Krebsgesellschaft für die Verleihung.

Peter Friedl arbeitete die letzten fünf Jahre im Rahmen einer Forschungsprofessur als Leiter der Arbeitsgruppe Molekulare Zelldynamik am Rudolf-Virchow-Zentrum und an der Hautklinik, bevor er Ende 2007 an die Universität Nijmengen in den Niederlanden wechselte. Seine Arbeiten am Rudolf-Virchow-Zentrum werden durch seine Doktorandin Stephanie Alexander fortgeführt.

Den Deutschen Krebspreis teilt sich Friedl mit den Wissenschaftlern Prof. Dr. Edward K. Geissler (Regensburg) und Prof. Dr. Michael Stahl (Essen), die sich in anderen Bereichen der Krebsforschung verdient gemacht haben: In der klinischen Forschung und auf translationaler Ebene, also der Übertragung von Erkenntnissen der experimentellen Forschung in die klinische Forschung. Krebserkrankungen sind noch immer die zweithäufigste Todesursache in Europa und knapp 400.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland machen deutlich, warum die Erforschung der Krankheit so wichtig ist.

Kontakt:
Sonja Jülich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Rudolf-Virchow-Zentrum
Tel.:0931-201 48714
Email: sonja.juelich@virchow.uni-wuerzburg.de
Bilder von der Preisverleihung wurden freundlicherweise von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. zur Verfügung gestellt. Weitere Fragen zur Preisverleihung richten Sie bitte an:
André Franck
Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
Telefon: +49 (030) 3038 81745
Telefax: +49 (030) 3038 81750
E-mail: presse@krebsgesellschaft.de

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Sonja Jülich idw

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