Projekt zur Erforschung neuer Therapieansätze bei Hautkrebs wird gefördert

Mit der für ein Doktoranden-Stipendium ausgelobten Summe wird ein Projekt des 42-jährigen Arztes und Wissenschaftlers zur Untersuchung der Regulation des programmierten Zelltodes (Apoptose) von Zellen des schwarzen Hautkrebses unterstützt. Diese Erkenntnisse könnten perspektivisch zur Entwicklung neuer Behandlungsstrategien führen.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll die Bedeutung eines zellulären Oberflächenrezeptors, der als Todesrezeptor TRAIL-R1 bezeichnet wird, erforscht werden. Der TRAIL-R1 wird durch den so genannten Todesliganden TRAIL (ein von verschiedenen Zellen produziertes Eiweiß) aktiviert und vermittelt den programmierten Zelltod von Zellen des schwarzen Hautkrebses (malignes Melanom). Allerdings zeigen sich zahlreiche Tumoren resistent gegenüber diesem Zelltod-auslösenden Signal. Die zugrundeliegenden Mechanismen dieser Resistenz werden im Rahmen des Projektes detailliert untersucht.

Langfristig erhofft sich Prof. Leverkus, mit den Ergebnissen der Untersuchungen zur Entwicklung besserer Behandlungsmöglichkeiten für fortgeschrittene Formen des schwarzen Hautkrebses beizutragen. So könnten gegenwärtig von verschiedenen Pharmafirmen entwickelte Aktivatoren dieser Signalwege zukünftig zur Therapie des malignen Melanoms eingesetzt werden.

Das Deutsche Hautforschungszentrum wurde als ein neues Instrument für die Förderung der Dermatologischen Forschung gegründet, zusammen mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, industriellen Stiftern in Kooperation mit der Max Planck Gesellschaft und verschiedenen Forschungsinstituten zur weiteren zentrierten Förderung von Spitzenforschung in Deutschland, ähnlich aufgebaut auch wie das Deutsche Rheuma Forschungszentrum. Vorsitzender ist Prof. Günter Stock, Präsident der Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg.

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