Praktikanten arbeiten gerne (auch mehr), wollen aber angemessen bezahlt werden

Die Absolventen der Universität Witten/Herdecke Stefan Peukert und Daniel Pütz haben das Portal www.meinpraktikum.de gegründet. Im Jahr 2011 haben über 5.500 Praktikanten ihr Praktikum auf meinpraktikum.de bewertet.

Auf Grundlage dieser enormen Datenbasis entstand der Praktikantenreport 2012 und beinhaltet teils erstaunliche Ergebnisse. In Deutschland sind

• 40 % der Praktika unbezahlt,
• der Durchschnittsverdienst liegt bei nur 290 Euro im Monat und
• 60 % der Praktikanten sehen keine großen Karrierechancen in ihrem Praktikumsbetrieb –
• und trotzdem sind ca. 65 % der Praktikanten insgesamt zufrieden mit ihrem Praktikum.

Von einer generell als schlecht empfundenen Behandlung der Praktikanten – wie es der Begriff „Generation Praktikum“ nahelegt – kann also auf Grundlage der Datenbasis des Praktikantenreports keine Rede sein. Dennoch gibt es teils große Kritikpunkte und Unterschiede was die Behandlung und Bezahlung der Praktikanten (in einzelnen Branchen/Unternehmen) angeht. So zeigt der Report, dass die geringe bis nicht vorhandene Vergütung von Praktika oft mit einer Negativbewertung des Praktikums einhergeht. Beispielsweise sind Praktika im öffentlichen Dienst, im Gesundheits- und im Gastronomiebereich im Vergleich sowohl niedrig bezahlt als auch schlecht bewertet (jeweils über 40 % unzufriedene Praktikanten).

Die Arbeitszeit hingegen wirkt sich nur leicht auf die Zufriedenheit aus. Es lässt sich sogar feststellen, dass Praktikanten, die mehr Wochenstunden ableisten, im Durchschnitt etwas zufriedener sind. „Unsere Studie zeigt, dass es Praktikanten nichts ausmacht, sogar 10 Stunden am Tag zu arbeiten, wenn dafür die Bezahlung stimmt und sie spannende Aufgaben erhalten“, so Joschka Felten von meinpraktikum.de.

Auch die einzelnen Bewertungskategorien wurden ausgewertet. Hier ist insbesondere auffällig, dass über 80 % der Praktikanten mit der Arbeitsatmosphäre zufrieden sind, während nur 40 % gute Karrierechancen im Praktikumsbetrieb sehen. „Da wir inzwischen das größte und bekannteste Bewertungsportal für Praktika sind, erhoffen wir uns nun in diesem Jahr tausende zusätzliche Bewertungen zu sammeln, so dass wir im nächsten Jahr einen neuen, noch umfangreicheren Praktikantenreport herausbringen können. Und noch mehr Transparenz in den Praktikumsmarkt bringen können“, so Stefan Peukert, einer der Gründer.

Der vollständige Praktikantenreport 2012 steht ab sofort unter
http://www.meinpraktikum.de/praktikantenreport zum Download bereit.

Weitere Informationen bei Joschka Felten, joschka@meinpraktikum.de
02302-369372-12

Über meinpraktikum.de
www.meinpraktikum.de ist das größte Internetportal zur Bewertung von Praktika und bietet Suchenden eine wertvolle Orientierung zur Auswahl einer interessanten Praktikumsstelle. Drei Studenten der Uni Witten/Herdecke riefen das Projekt Anfang 2011 ins Leben und setzen sich seither für authentische Einblicke in die Arbeitswelt der Praktikanten ein. Dabei stehen Fragen wie “Werde ich als vollwertiges Teammitglied aufgenommen?“ oder „Wo stehe ich den ganzen Tag nur an der Kaffeemaschine oder am Kopierer?“ für Studenten und Praktikanten im Mittelpunkt. Auf meinpraktikum.de bewerten Studenten ihre Praktikumsstellen kostenlos und anonym und geben so ihren Nachfolgern eine wertvolle Entscheidungshilfe für die Suche nach einem Praktikum an die Hand. Zudem werden die Bewertungen durch detaillierte Profile von Partnerunternehmen ergänzt, die sich den Nutzern mit Fotos, Videos und Stellenangeboten auf dem Portal vorstellen. Dabei ist für meinpraktikum.de selbstverständlich, dass keines der Unternehmen Einfluss auf die abgegebenen Bewertungen nehmen kann.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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Kay Gropp idw

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