Deutsches Institut für Wissenschaft und Technologie in Singapur gegründet

Gemeinsames Master-Studienprogramm in ’Industrial Chemistry’ der TU München und der National University Singapur gestartet

Am (gestrigen) Mittwoch wurde ein Vertrag zur Gründung eines deutschen Institutes für Wissenschaft und Technologie (German Institute of Science and Technology) in Singapur unterzeichnet. Das BMBF fördert das Vorhaben aus dem Programm „Export deutscher Studiengänge“ des DAAD im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung mit 1 Million Euro.

Das neue Institut startet mit einem Studiengang im Fach ’Industrial Chemistry’, der mit einem Master-Diplom der Technischen Universität München (TUM) und der National University Singapur (NUS) abschließt. Weitere Studiengänge sind vorgesehen. Die ersten 20-30 Studierenden werden im Juli diesen Jahres die Ausbildung aufnehmen. Sie werden durch Hochschullehrer aus München und Singapur, aber auch durch Spezialisten aus der chemischen Industrie unterrichtet. Neben den klassischen chemischen Fächern und pharmazeutischer Chemie werden auch Kurse in ’business administration’ angeboten. Um schon während der Ausbildung die Kontakte zur Industrie so eng wie möglich zu gestalten, ist ein zwei-monatiges Praktikum, das in Deutschland oder Singapur absolviert werden kann, obligatorisch.

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Beide Hochschulen haben gemeinsam einen neuen Studiengang entwickelt, der nicht nur einzigartig in ganz Asien ist, sondern der darüber hinaus jungen Absolventen eine hervorragende Ausgangsposition für ein erfolgreiches Berufsleben in international tätigen Unternehmen der Chemie vermitteln wird.“

Singapur nehme im südostasiatischen Raum eine Sonderstellung als hochentwickeltes Land ein, dessen Studien- und Ausbildungsangebot auch von Studierenden aus vielen Nachbarländern der Region wahr genommen werde. Singapur gilt in Asien als Dreh- und Angelpunkt für eine moderne, internationale Ausbildung. Die Technische Universität München gehört in Deutschland ebenso zu den führenden Hochschulen, wie die National University in Singapur.

Insgesamt unterstützt das BMBF das DAAD-Programm „Export deutscher Studiengänge“ mit 29 Vorhaben. Es stellt hierfür über 10 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung zur Verfügung. Deutsche Hochschulen werden hiermit erstmals in die Lage versetzt, Studiengänge weltweit vor Ort anzubieten. Erst vor kurzem wurden in Kairo und Hanoi Grundsteine für ähnliche Kooperationen mit den Universitäten Ulm, Stuttgart und Dresden gelegt.

Mit insgesamt 10 Vorhaben bilden asiatische Länder einen besonderen Schwerpunkt in dem DAAD-Programm „Export von Studienangeboten“.

Ansprechpartner für Medien

Pressereferat (LS 13) Pressemitteilung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Diamanten brauchen Spannung

Diamanten faszinieren – nicht nur als Schmucksteine mit brillanten Farben, sondern auch wegen der extremen Härte des Materials. Wie genau diese besondere Variante des Kohlenstoffs tief in der Erde unter…

Die Entstehung erdähnlicher Planeten unter der Lupe

Innerhalb einer internationalen Zusammenarbeit haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ein neues Instrument namens MATISSE eingesetzt, das nun Hinweise auf einen Wirbel am inneren Rand einer planetenbildenden Scheibe…

Getreidelagerung: Naturstoffe wirksamer als chemische Insektizide

Senckenberg-Wissenschaftler Thomas Schmitt hat die Wirksamkeit von Kieselerde und einem parasitischen Pilz als Schutz vor Schadinsekten an Getreide im Vergleich zu einem chemischen Insektizid untersucht. Gemeinsam mit Kollegen aus Pakistan…

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen