BMBF-Konferenz zu 100-Millionen-Euro Ausbildungsprogramm Jobstarter

Schavan: „Deutschland braucht eine neue Kultur der Ausbildung“


Bundesbildungsministerin Annette Schavan will die Verantwortung für die berufliche Ausbildung neu verankern. „Deutschland braucht eine neue Kultur der Ausbildung“, sagte die Ministerin am Donnerstag in Berlin. „Wir müssen uns auf das besinnen, was uns stark gemacht hat. Dazu gehört die duale Berufsausbildung.“ Damit es künftig in Deutschland nicht an Fachkräften mangele, müssten die Partner im Pakt für Ausbildung gemeinsam ihre Aufgaben meistern. „Wir brauchen im Ausbildungspakt mehr Dynamik, um die notwendigen zusätzlichen Lehrstellen zu schaffen.“ Die Bundesregierung gehe mit ihrem neuen 100-Millionen-Euro-Programm Jobstarter in die Vorleistung, sagte Schavan zum Auftakt der Konferenz „Jobstarter – für die Zukunft ausbilden“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit Jobstarter regionale Ausbildungsstrukturen. Auf der Berliner Konferenz beraten über 350 Expertinnen und Experten über die ersten konkreten Schritte. Das mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds kofinanzierte Ausbildungsstrukturprogramm reicht bis ins Jahr 2010. Ab April sollen bis zu 50 Projekte vor Ort die Vorraussetzung für mehr Ausbildungsplätze schaffen. Dazu gehören etwa Ausbildungsverbünde und -netzwerke über nationale Grenzen hinweg. Mit der Initiative Ausbildungscoaching werden darüber hinaus externes Ausbildungsmanagement und die Förderung von Ausbildungsplatzentwicklern angeboten. Zugleich sieht das BMBF das Programm als Motor für Innovationen in der beruflichen Bildung. Es wird gezielt für Pilotprojekte zur Umsetzung der Reform des Berufsbildungsgesetzes in der Praxis eingesetzt.

Mit der Koordinierung des Programms hat das BMBF das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragt.

„Jetzt müssen wir die ersten Zeichen der konjunkturellen Erholung aber auch für mehr Ausbildung nutzen“, forderte die Ministerin. Bislang bilde noch nicht einmal jeder dritte Betrieb aus. „Ohne hoch qualifiziertes Personal ist in Deutschland kein dauerhafter Aufschwung zu haben.“ Die Potenziale aller jungen Menschen müssten voll erfasst und niemand zurückgelassen werden. In diesem Zusammenhang sprach sich die Ministerin dafür aus, die Ausbildungsreife von Schulabgängern deutlich zu verbessern.

Anfragen zum Programm und zur Förderrichtlinie beantwortet auch die
Programmstelle Jobstarter
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Tel.: 0228/107 – 2024

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