Starke Technologiepartner: Siemens und TU München intensivieren Zusammenarbeit

Siemens und die TU München (TUM) bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus: Am 1. Juli wurden neun neue Kooperationsprojekte zwischen dem Konzern und der Hochschule mit einem Volumen von rund einer Mio. Euro auf den Weg gebracht. Daran sind die Fakultäten Informatik, Elektro- und Informationstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften beteiligt. Die Projekte wurden durch das Center for Knowledge Interchange (CKI) initiiert, einer 2001 gemeinsam von TUM und Siemens gegründeten Einrichtung zur Förderung von Technologietransfer und Talententwicklung.

Anlässlich des traditionellen Sommergespräches äußerte sich Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld vor TUM-Professoren und Experten der Siemens AG sehr zufrieden über die erfolgreiche Zusammenarbeit: „Das ist eine richtige Triple-Win-Situation: Die TUM intensiviert die Forschung, die Studenten probieren das Gelernte in der Praxis aus, und wir stärken unsere Innovationskraft durch die Leistungsträger von morgen.“ TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann sieht die Nähe zum internationalen Hightech-Unternehmen als ständige Herausforderung für die TUM, sich an der Spitze der Technologie-Entwicklungen zu orientieren: „Eine Technologiepartnerschaft von Niveau beweist sich vor allem in der Umsetzung der wissenschaftlichen Invention in die marktfähige Innovation.“

Das Themenspektrum umfasst ein breites Feld von hardwarenahen Arbeiten in der Antennentechnologie, softwareorientierten Forschungsprojekten im Umfeld von Context Awareness und Location Based Services, Plattformentwicklung mit Open Innovation, sowie Themen im Technologie- und Innovationsmanagement. Das Fundament der Zusammenarbeit wird damit wesentlich verbreitert und fachlich intensiviert. Die einzelnen Projekte haben eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren und dienen als Ansatzpunkt für weitere gemeinsame Vorhaben. In seiner Rede ging Klaus Kleinfeld auf das Beispiel „Seamless Campus“ ein. Hier wird eine gemeinsame Software-Architektur für ortsbezogene Dienste aus unterschiedlichen Netzen entwickelt. Der Bau eines Prototyps ist bereits in Arbeit. Kleinfeld dazu: „An den CKI-Projekten zeigt sich das hohe Innovationspotenzial in Deutschland.“

Im Juli 2003 wurde ein Rahmenvertrag zwischen Siemens und der TU München geschlossen, um die Zusammenarbeit für den Zeitraum 2003 bis 2008 zu vertiefen – und das mit Erfolg. Seither wurde das geplante Projektvolumen in jedem Quartal übertroffen; bereits zwölf Patente konnten angemeldet werden. Beabsichtigt war, bis 2008 insgesamt acht Mio. Euro in Forschungsprojekte zu investieren. Nach nicht einmal der Hälfte des Planungszeitraums wurden 67 Projekte mit einem Gesamtvolumen von jetzt sechs Mio. Euro durchgeführt. Spitzenreiter im Konzern ist der Bereich Siemens Communications mit 32 Projekten und 2,5 Mio. Euro Gesamtprojektvolumen. Von der TUM waren 35 Lehrstühle aus den Fakultäten für Informatik, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenwesen, Medizin und Wirtschaftswissenschaften beteiligt.

Auch der Bereich Siemens Business Services (SBS) arbeitet mit der TUM zusammen. Unter dem Titel „Dynamik Value Webs für IT-Services“ läuft eine strategische Innovationspartnerschaft über einen Zeitraum von drei Jahren zur Erforschung innovativer IT-Dienstleistungen in dynamischen Wertschöpfungsnetzwerken. Beteiligt sind die Lehrstühle für Wirtschaftsinformatik, für Software Engineering und Softwaretechnik der TUM. Die gemeinsamen Forschungsvorhaben befassen sich mit Themen wie Flexibilitätsanforderungen von IT-Kunden, Architekturen, Konzepte und Technologien für IT-Servicemanagement sowie Softwarekartographie. Dabei soll nicht nur wissenschaftliches Neuland betreten werden, sondern die Erkenntnisse sollen auch in die industrielle Praxis umgesetzt werden. Außerdem sollen methodische Erkenntnisse für den effektiven Wissenstransfer zwischen Hochschule und der Dienstleistungsindustrie gewonnen werden.

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Martin Zißler presseportal

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