Förderung für Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen verdoppelt

Bulmahn: „Zentrale Rolle der Fachhochschulen bei der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen soll damit unterstützt werden“

In diesen Tagen erhalten 53 Fachhochschulen Fördergelder im Rahmen der Förderrunde 2001 des BMBF-Programmes zur anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung (aFuE). Die Bundesregierung hat die Unterstützung für diesen wichtigen Bereich in den letzten Jahren finanziell verdoppelt. Standen 1998 lediglich 11 Millionen DM zur Verfügung, so stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung in diesem Jahr 21,5 Millionen DM den Fachhochschulen für diesen Forschungsbereich bereit.

„Fachhochschulen sind besonders wichtig bei der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Forschung und Unternehmen. Die praxisbezogene Forschung ist ein Markenzeichen der Fachhochschulen. Sie ermöglicht eine zügige Umsetzung von Innovationen in neue Produkte und Verfahren. Das sichert nicht zuletzt Arbeitsplätze in Deutschland. Diesen Prozess werden wir mit erheblichen Mitteln weiter fördern“, erklärte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn am (heutigen) Mittwoch in Berlin. Mit der Förderung sollen die Wettbewerbsvoraussetzungen der Fachhochschulen zum Einwerben von Drittmitteln für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung verbessert werden.

Wie in den Vorjahren ist die Nachfrage enorm: in diesem Jahr wurden von 93 Fachhochschulen aus allen Bundesländern 427 Anträge gestellt. Die Begutachtung der Projekte wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vorgenommen und von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) als Projektträger unterstützt. Gutachter aus 32 Fachbereichen haben allein 159 Anträge als „sehr förderungswürdig“ und 119 als „förderungswürdig“ eingestuft. Die meisten beantragten Projekte stammen aus den Fachbereichen Verfahrenstechnik/Technischer Umweltschutz (49), gefolgt von Medizintechnik/Physikalischer Technik (37) und Bauwesen (32). Sozialwesen und Pflegewissenschaften sind mit 30 Anträgen und Wirtschaft mit 29 vertreten.

Rund 107 neue Projekte können aus dem Programm finanziert werden. Davon kommen rund 30% aus den ostdeutschen Bundesländern und Berlin. In diesem Jahr werden aus den beiden großen Bundesländern Nordrhein-Westfalen 28 und Baden-Württemberg 16 und im Bundesland Sachsen 11 Anträge unterstützt werden. Von den 53 Fachhochschulen, die in diesem Jahr aus dem Programm aFuE gefördert werden, ist Spitzenreiter die Fachhochschule Aachen mit 7 Anträgen, gefolgt von den Fachhochschulen Gießen/Friedberg und der Märkischen FH Iserlohn mit je 5 Projekten.

Das Themenspektrum der angewandten Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen ist besonders breit. Es reicht von Themen im Fachbereich Medizintechnik „Verfahren zur nicht invasiven Druckmessung in Bypässen“ über „Wörterbuch der Theaterpädagogik“ im Bereich Sprachen oder auch „Strategische Entscheidungen bei Umweltfragen in KMU „im Fachgebiet Wirtschaft bis hin zur „Thermischen Analyse und Optimierung von Sonnenschutzeinrichtungen“ im Bereich Physikalische Technik/Medizintechnik.

Media Contact

Pressereferat (LS 13) BMBF-Pressedienst

Weitere Informationen:

http://www.bmbf.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Die ungewisse Zukunft der Ozeane

Studie analysiert die Reaktion von Planktongemeinschaften auf erhöhtes Kohlendioxid Marine Nahrungsnetze und biogeochemische Kreisläufe reagieren sehr empfindlich auf die Zunahme von Kohlendioxid (CO2) – jedoch sind die Auswirkungen weitaus komplexer…

Neues Standardwerkzeug für die Mikrobiologie

Land Thüringen fördert neues System zur Raman-Spektroskopie an der Universität Jena Zu erfahren, was passiert, wenn Mikroorganismen untereinander oder mit höher entwickelten Lebewesen interagieren, kann für Menschen sehr wertvoll sein….

Hoher Schutzstatus zweier neu entdeckter Salamanderarten in Ecuador wünschenswert

Zwei neue Salamanderarten gehören seit Anfang Oktober 2020 zur Fauna Ecuadors welche aufgrund der dort fortschreitenden Lebensraumzerstörung bereits bedroht sind. Der Fund ist einem internationalen Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close