Bulmahn: Nachhaltigkeit ist Innovationsmotor

Bundesforschungsministerium startet 800-Millionen-Euro-Förderprogramm

„Forschung für Nachhaltigkeit birgt ein enormes Innovationspotenzial. Deutschland soll bis zum Jahr 2010 zum weltweit größten Exporteur für Umweltschutztechnologien werden“. Das erklärte Bundesministerin Edelgard Bulmahn anlässlich der Eröffnung des ersten Forums für Nachhaltigkeit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, BMBF, am heutigen Dienstag in Berlin vor rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das BMBF werde in den nächsten fünf Jahren die Nachhaltigkeitsforschung mit seinem Rahmenprogramm „Forschung für die Nachhaltigkeit“ mit insgesamt rund 800 Millionen Euro fördern.

„Nachhaltigkeit hat sich zu einem Innovationsmotor entwickelt, der Wachstum und Beschäftigung steigert und Arbeitsplätze entstehen lässt. Schon heute sind bei uns fast 1,5 Millionen Menschen im Umweltschutz beschäftigt. Deutschland ist schon jetzt weltweit der zweitgrößte Exporteur für Umwelttechnologien. Neue Impulse aus der Nachhaltigkeitsforschung können dazu beitragen, dass wir in diesem Bereich die Spitzenposition einnehmen“, so Bulmahn weiter.

Mit dem neuen Rahmenprogramm wolle das BMBF darüber hinaus dazu beitragen, dass bis 2015 der tägliche Flächenverbrauch in Deutschland von 130 Hektar auf 30 Hektar gesenkt werde und sich die Produktivität von Energie und Ressourcen bis 2020 verdoppele.

Die Bundesforschungsministerin weiter: „Forschung für die Nachhaltigkeit führt nicht zu abstrakten Studien und Gutachten, sondern liefert auch ganz praktische Ergebnisse: zum Beispiel Ökotexilien, die ressourcenschonend hergestellt werden oder leisere Triebwerke zur Lärmminderung bei Flugverkehr. Mit der Einrichtung des Forums für Nachhaltigkeit, das zukünftig einmal im Jahr stattfinden soll, bietet das BMBF eine Plattform, auf der sich Experten und Akteure der breitgefächerten Nachhaltigkeits-Community über fachliche Disziplinen und Grenzen hinweg austauschen und vernetzen können“. Gleichzeitig können sich die Teilnehmer im Rahmen einer Ausstellung von konkreten Produkten und Ergebnissen der Nachhaltigkeitsforschung überzeugen.

Aktuelle Beispiele für die praktische Umsetzung von Ergebnissen der Nachhaltigkeitsforschung liefert auch die soeben erschienene BMBF-Studie zum Thema „So schmeckt die Zukunft Sozial-ökologische Agrar- und Ernährungsforschung“. Hier wird unter anderem dargestellt, welchen Beitrag die ökologische Landwirtschaft zum regionalen Wohlstand oder dem Ernährungsalltag in Schulen leisten kann.

Bulmahn abschließend: „Erfolgreiche Forschung für Nachhaltigkeit erzielt Fortschritte, die sich wirtschaftlich lohnen, die Umwelt schützen und den Alltag der Menschen erleichtern. Das werden wir mit unserem neuen Rahmenprogramm deutlich machen“.

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BMBF

Weitere Informationen:

http://www.bmbf.de

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