Kommission bescheinigt Helmholtz-Gemeinschaft Spitzenforschung

Eine internationale Bewertungskommission hat der Helmholtz-Gemeinschaft der deutschen Großforschungszentren Spitzenforschung bescheinigt. 114 Gutachter, davon zwei Drittel aus dem Ausland, hatten die Forschungsbereiche Energie und Umwelt untersucht, sagte der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Walter Kröll, am Donnerstag in Hamburg. «Die Gutachter bescheinigen in beiden Bereichen in einem internationalen Vergleich sehr hohes Potenzial und teilweise herausgehobene Qualität.»

Für die Jahre 2004 bis 2008 gab der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft Empfehlungen zur Verteilung von rund 550 Millionen Euro in den beiden bewerteten Bereichen. Dabei erhält die Erforschung von alternativen Energien und des Geosystems Erde überdurchschnittliche Etatzuwächse.

Kröll kündigte beim Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg an, die Helmholtz-Gemeinschaft werde künftig noch effizienter arbeiten. «Wir wollen mehr Forschung für das Geld.» Dabei helfe die alle fünf Jahre erfolgende externe Bewertung der Arbeit. Insgesamt sei mehr Geld nötig. «Förderung der Forschung ist nicht Subvention, sondern Investition», sagte der Präsident. Weil Deutschland auf den Rohstoff Geist angewiesen sei, setze die Helmholtz-Gemeinschaft besonders auf den Nachwuchs. «Wir wollen die besten Köpfe.»

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Forschungsgemeinschaft in Deutschland. In ihr sind 15 Forschungszentren mit einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro zusammengeschlossen. Sie beschäftigen 24 000 Mitarbeiter. Arbeitsbereiche sind Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur und Materie, Verkehr und Weltraum. Außer dem DESY gehören zum Beispiel das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln und das UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle zur Helmholtz-Gemeinschaft.

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