Frauenschnupperstudium: Technik ist keine Domäne der Männer


Technik ist keine Domäne der Männer
Chemnitzer Uni startet erstmals Schnupperstudium von Frauen für Frauen

Um Gymnasiastinnen die Technik und auch die Naturwissenschaften noch schmackhafter zu machen, lädt die Zentrale Studienberatung der TU Chemnitz vom 23. bis 27. Oktober 2000 zu einem Frauenschnupperstudium ein. An allen fünf Tagen können Schülerinnen in naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen unter der Anleitung von Wissenschaftlerinnen zeigen, was in ihnen steckt – etwa wie Goldstrukturen auf Silizium gebracht werden, das Risiko von Wertpapieren an der Börse ermittelt wird oder Homepages im Internet gestaltet werden. Im Programm steht ebenfalls ein Vortrag über berühmte Wissenschaftlerinnen der Geschichte. Nach jeder Veranstaltung sind Gespräche mit Studentinnen der TU Chemnitz möglich.

Warum diese Aktion? „Ohne Technik und Maschinen und vor allem ohne die Frauen, welche die Technik entwickeln und Verantwortung für Technik übernehmen, kommen wir nicht mehr aus“, meint Anett Kunze von der Zentralen Studienberatung der TU Chemnitz. Dabei hat frau die Qual der Wahl, denn die Berufsbilder sind vielfältig. Allerdings wird der Ingenieurberuf, so Anett Kunze, noch immer von vielen als Männerdomäne empfunden. „Viele Schülerinnen meiden schon bei der Berufswahl die technischen und naturwissenschaftlichen Bereiche. Das liegt oft an Vorurteilen und Informationsdefiziten.“ Und genau dem will die TU mit ihrem Frauenschnupperstudium entgegen treten.

Am 23. Oktober startet dieses spezielle Studium um 15.30 Uhr im Uni-Teil Reichenhainer Straße 39, Zimmer 738, mit der Veranstaltung „Mathe, Märkte und Millionen“. Hier dreht sich alles um Wertpapiere – deshalb Taschenrechner nicht vergessen! Das „Chaos in physikalischen Systemen“ wird am 24. Oktober unter die Lupe genommen. Ab 14.00 Uhr werden die Gymnasiastinnen im Weinhold-Bau an der Reichenhainer Straße 70, Raum 310, die Bahn eines Doppelpendels vorhersagen können oder der Frage nachgehen, ob Planetenbahnen stabil sind. Bereits um 12.30 Uhr werden die Chemiker im Labor unter anderem Experimentierkunst anno 1769 vorstellen oder ein einfaches Verfahren zur Bleibestimmung testen. Am 25. Oktober können sich alle Fans des Internets um 13.30 Uhr vor dem Zimmer 072 (Eingang Bahnhofstraße) treffen, um im Anschluss in einem Computerpool der Uni eigene Homepages zu gestalten. Wer erleben möchte, wie Goldstrukturen auf Silizium gebracht werden, kann am 26. Oktober ab 13 Uhr Wissenschaftlerinnen des Zentrums für Mikrotechnologien über die Schulter schauen. Treff: Reichenhainer Str. 70, Raum N001. Außerdem können die Teilnehmerinnen sogenannte Waferbruchstücke mit einem Diamant erzeugen, die als Andenken mitgenommen werden können. Was alles beim Umformen von Metallen passiert, erfahren die Schülerinnen am 27. Oktober ab 13 Uhr im Raum A23 im Uni-Teil Reichenhainer Straße 70.

Weitere Informationen erteilt Anett Kunze, Telefon (03 71) 5 31 – 18 75.

Media Contact

 Dipl.-Ing. Mario Steinebach idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Seltenerd-Verbindungen für Hightech-Anwendungen

Neuer Sonderforschungsbereich SFB 1573 „4f for Future“ erforscht und entwickelt molekulare Verbindungen mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Komplexe Materialien auf Basis von Seltenen Erden sind wichtig für viele Hightech-Anwendungen, beispielsweise für Permanentmagnete…

Schnelleres Internet durch Licht

EU-Projekt ELIoT liefert LiFi-Lösungen für den Massenmarkt. Das Projekt ELIoT (Enhance Lighting for the Internet of Things), Teil der EU-Initiative Horizon 2020, ist erfolgreich abgeschlossen worden. Seit 2019 entwickelte das…

Prostatakrebs gezielt bestrahlen

Anwendungsnahe Krebsforschung gefördert: Studie des Universitätsklinikums Freiburg zu präziser Strahlentherapie bei Prostatakrebs erhält 2,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern…

Partner & Förderer