Fellowship: Mit endoskopischer Technik gegen den Krebs


 Ein Stipendium für Krebsmediziner in der Jenaer Uni-Klinik für Frauenheilkunde hat das Württembergische Unternehmen Karl Storz GmbH & Co KG eingerichtet. Es ist zunächst auf drei Jahre befristet und soll Vorreiter für ein europaweites Ausbildungsprogramm für Spezialisten in der gynäkologischen Onkologie sein.

Mit der „Karl Storz International Fellowship for Operative Gynecologic Oncology" wird es Klinikdirektor Prof. Dr. Achim Schneider M.P.H. möglich, exzellente und hochmotivierte Mediziner am Ende ihrer Facharztausbildung für drei Jahre zu Spezialisten in der Krebs-Diagnostik und -Therapie heranzubilden. Bösartige Erkrankungen des Genitaltraktes und der Brust zählen zu den häufigsten Krebsformen bei Frauen. „Immer öfter können wir dank der neuen Endoskopie-Techniken operative Eingriffe besonders schonend und minimal-invasiv durchführen“, erläutert Prof. Schneider. „Das erfordert allerdings auch ein spezielles Know-How der Operateure.“

Schneider, der 1994 an das Jenaer Uni-Klinikum kam, gilt als einer der namhaften Verfechter dieser endoskopischen Verfahren in der Frauenheilkunde. Eng arbeitet er dabei mit dem Tuttlinger Traditions-Unternehmen Karl Storz zusammen, das zu den weltweit führenden Herstellern von endoskopischen Instrumenten zählt. Die Fellowship soll auch dabei helfen, neue innovative Operationstechniken stärker zu etablieren und weiterzuentwickeln. Prof. Schneider: „Das wird langfristig zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung bei der Behandlung von Frauen mit gynäkologischen Malignomen führen.“ Als erster Gastwissenschaftler im Rahmen der neuen Fellowships kommt dieses Jahr Dr. Roberto Tozzi aus der Frauenklinik der Universität Padua (Italien) nach Jena.


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