Ausbildung am IMM: "Microneers" für junge Berufe

Mikrotechnologe Janos Kiss (20) hat im Rahmen seiner Ausbildung auch das Arbeiten unter Reinraumbedingungen erlernt. Am Rasterelektronenmikroskop (REM) untersuchte er Mikrostrukturen auf Siliziumwafern.

Erste Absolventen des IMM schließen ihre Berufsausbildung zum Mikrotechnologen ab

Mikrosystemtechnik gehört zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und entwickelt sich mit spürbarer Dynamik. In dieser Wachstumsbranche werden umfassend qualifizierte Fachkräfte benötigt, die den hohen Anforderungen in den sich stets verändernden verfahrenstechnischen Prozessen gerecht werden. Jetzt haben die ersten beiden Mikrotechnologen des IMM – im bundesweit zweiten Ausbildungsjahrgang dieses noch neuen Berufszweiges – ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Innerhalb des 3-jährigen Ausbildungszeitraums ist eine Spezialisierung für die Fachrichtungen Halbleitertechnik und Mikrosystemtechnik vorgesehen. Im IMM wird der Ausbildungsschwerpunkt Mikrosystemtechnik angeboten. Hier werden die verschiedenen Arbeitsgebiete wie zum Beispiel die Mikromechanik, Mikrooptik oder Mikrofluidik kombiniert. Mikrosystemtechnik ist damit die Grundlage für eine Vielzahl neuer oder verbesserter Produkte und Prozesse. Unverzichtbare Anwendungen findet man in der Automobilindustrie, der Telekommunikation oder in den Biotechnologie-Branchen.

Beide am IMM ausgebildeten Facharbeiter haben im Schwerpunkt Mikrosystemtechnik fachübergreifendes Know-how erlernt. Dazu gehören verschiedene Fertigungsverfahren der Dünnschichttechnologie, wie sie am IMM für die Herstellung von Mikrosystemen – zum Beispiel Sensoren – verwendet werden. Wesentliche Bestandteile der Ausbildung sind auch feinwerktechnische Herstellungsverfahren: Zur Realisation von metallischen Mikrostrukturen wird am IMM beispielsweise die Funkenerosion eingesetzt. Die Unterweisung in den Galvanotechniken und das Kennenlernen der zahlreichen Möglichkeiten der Abformung von Mikrostrukturen in Kunststoff sind unentbehrlich. Das Erzeugen und die Überwachung der für die Mikrotechnik erforderlichen Reinraum- und Klimabedingungen sind ebenfalls Bestandteil des Ausbildungsprofils am IMM. Um ihre Zukunft werden sich die frischgebackenen „IMM-Microneers“ in dieser Branche nicht sorgen müssen: Benedikt Hufen motivierten seine neuerworbenen Kenntnisse sogar für das Studium der Optoelektronik und Janos Kiss wurde noch vor seinem Abschluss vom IMM übernommen

Media Contact

Dr. Stefan Kurze idw

Weitere Informationen:

http://www.imm-mainz.de

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