Forschung für den Obstbau in Hannover gestärkt

Die Leibniz Universität Hannover hat ein neues Laborgebäude für die Forschung im Obstbau erhalten. In einer Feierstunde wurde das Gebäude am (heutigen) Donnerstag vom Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, und Universitätspräsident Professor Dr. Erich Barke an das Institut für Biologische Produktionssysteme der naturwissenschaftlichen Fakultät übergeben.

„Der heutige Tag ist ein Zeichen dafür, dass das Land und die Hochschule die zukunftsorientierte Entwicklung der Gartenbauwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover stärken wollen“, bekräftigte Wissenschaftsminister Stratmann.

Die Bau- und Erschließungskosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, von denen knapp 60 Prozent die Hochschule und gut 40 Prozent das Land Niedersachsen tragen.

In dem neuen Gebäude befassen sich die Wissenschaftler mit der Produktqualität im Obstbau, wie z.B. Defekten an Fruchtoberflächen. So arbeiten sie an den Ursachen für das Platzen von Süßkirschen oder Weintrauben und beschäftigen sich mit der Entstehung von Schalenflecken auf Äpfeln. Die Verbraucher erwarten in der Regel makellose Früchte, so dass Defekte an Fruchtschalen bei den Obstbauern zu großen Einbußen bis hin zu Totalverlusten führen können.

Mit dem neuen Laborgebäude in der Herrenhäuser Straße verfolgt die Universität weiterhin die Strategie, die Wissenschaftsachse von der Innenstadt bis nach Garbsen auszubauen und Fakultäten und Institute an dieser Achse anzusiedeln. So werden noch bessere Voraussetzungen für hervorragende Forschung geschaffen.

Bereits 2003 präsentierte sich der Fachbereich den Gutachtern der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) während der Evaluation der Agrarwissenschaften/Gartenbau mit einem spezifischen und in Deutschland fast einzigartigen Profil, das sich durch die gartenbauliche Ausprägung mit den dazugehörigen Anbaufächern Gemüsebau, Zierpflanzen und Obstbau in Forschung und Lehre zeigt. Mit diesem wichtigen Alleinstellungsmerkmal gilt der Bereich heute im nationalen Vergleich als bedeutendste Einrichtung.

Ansprechpartner für Medien

Meike Ziegenmeier idw

Weitere Informationen:

http://www.mwk.niedersachsen.de

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