Wissenschaftsland Niedersachsen: Forschung deutlich gestärkt

Deshalb bekommen die Hochschulen 2008 zusätzlich rund 137 Millionen Euro allein aus staatlichen Mitteln. „Damit stärken wir das Forschungsland Niedersachsen und machen es zukunftsfähig“, erklärte Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann am (heutigen) Dienstag in Hannover.

Auch die Drittmitteleinnahmen haben die Hochschulen in Niedersachsen klar gesteigert. Zuletzt von 2005 bis 2006 von rund 313 Millionen Euro auf rund 338 Millionen Euro um gut acht Prozent. Auch von 2004 auf 2005 konnten die Hochschulen diese Einnahmen bereits um sechs Prozent steigern (von 295 auf 313 Millionen Euro).

Für den Hochschulbau stellt das Land 2008 insgesamt 213 Millionen Euro zur Verfügung (Vergleich 2007: rund 193 Millionen Euro). Die Mittelfristige Finanzplanung bis einschließlich 2010 sieht eine entsprechende Fortschreibung vor. Bei der neuen, seit 2007 bestehenden Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Forschungsbauten an Hochschulen war das Land in den bisherigen Förderphasen für 2007 und 2008 sehr erfolgreich.

Für Forschungsbauten mit einem Gesamtvolumen von rund 60 Millionen Euro konnte die Mitfinanzierung durch den Bund eingeworben werden. Davon entfielen allein auf die aktuelle Förderphase 2008 Bauvorhaben für fast 40 Millionen Euro. „Mit einem Anteil von 15 Prozent am Gesamtfördervolumen der Bund-Länder-Förderung 2008 schneidet Niedersachsen sehr gut ab und liegt bei der Anzahl der empfohlenen Vorhaben zusammen mit Bayern an der Spitze. Das hat Niedersachsen in den vergangen 30 Jahren noch nie geschafft“, erklärte dazu Niedersachsens Wissenschaftsminister Stratmann.

Mit der Einrichtung von zwei selbständigen Max-Planck-Nachwuchsforschergruppen in Oldenburg wird auch die Forschung im Nordwesten deutlich gestärkt: Die Wissenschaftler werden sich künftig in der organischen und anorganische Biogeochemie und Analytik an der Universität Oldenburg engagieren. Die Max-Planck-Gesellschaft ist die international renommierteste Forschungs-organisation in Deutschland. „Damit ist es uns gelungen, das Forschungsprofil Oldenburgs und der ganzen Region entscheidend zu stärken“, sagte Stratmann.

Niedersächsisches Vorab
2007 sind aus dem Niedersächsischen Vorab 54,1 Millionen Euro in die niedersächsische Forschungslandschaft geflossen (2000: 30,8, 2006: 46,4 Millionen Euro). In den Jahren von 2003 bis 2007 wurden aus Mitteln des Vorab insgesamt rund 233 Millionen Euro zusätzlich an Mitteln für Forschungsprojekte bereit gestellt.

Im Pakt für Forschung und Innovation, den die Landesregierung 2004 mit beschlossen hat, bekommen die außeruniversitären Forschungseinrichtungen auch in Niedersachsen jährlich drei Prozent zusätzliche Mittel. Das gilt auch für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), um deren Mittel die niedersächsischen Hochschulen im bundesweiten Wettbewerb stehen. Im Hochschulpakt 2020 – unter Vorsitz Niedersachsens – ist ein wesentlicher Bestandteil eine so genannte Programmpauschale von zwanzig Prozent auf alle Projekte der DFG: Bei 113,5 Millionen Euro Fördersumme für Niedersachsen (2006) sind das über 20 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr.

Für die kommenden vier Jahre bekommen die niedersächsischen Hochschulen für vier Sonderforschungsbereiche und drei weitere Graduiertenkollegs insgesamt rund 37 Millionen Euro zusätzlich. „Auch in diesem Wettbewerb der besten haben die niedersächsischen Hochschulen, wie auch in der Exzellenzinitiative, ihre hohe Leistungsfähigkeit bewiesen“, sagte Wissenschaftsminister Stratmann.

Für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft erhalten Niedersachsens Hochschulen und Forschungseinrichtungen künftig mehr als doppelt so viel Geld: Insgesamt stehen von 2007 bis 2013 rund 100 Millionen Euro Landes- und EU-Mittel zur Verfügung.

„Ziel ist es hier, die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zu erhöhen, in dem wir die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft kontinuierlich verbessern“, erklärte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann.

Der Etat der Hochschulen wird über die im Zukunftsvertrag vereinbarte finanzielle Ausstattung hinaus im Haushalt 2008 unter anderem mit 76 Millionen Euro für Personalaufwendungen aufgestockt. „Damit setzen wir ein deutliches Zeichen für die Hochschulen in Niedersachsen“, so der Wissenschaftsminister weiter.

Fünf Millionen Euro stehen allein 2008 zusätzlich für den Aufbau der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) zur Verfügung.

Zukunfts- und Innovationsfonds
Zur Stärkung der Wirtschaftskraft Niedersachsens, insbesondere der Aktivitäten in Forschung und Entwicklung, der Innovationen und des Technologietransfers, hat die Landesregierung in diesem Jahr die Stiftung „Zukunfts- und Innovationsfonds Niedersachsen“ errichtet. Das Fondsvolumen soll von jetzt 32 Millionen Euro Kapital in den nächsten Jahren auf 100 Millionen Euro erhöht werden.

Ansprechpartner für Medien

Meike Ziegenmeier idw

Weitere Informationen:

http://www.mwk.niedersachsen.de

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