Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Staatsfonds aus dem Nahen Osten und Asien gehen in Europa und den USA auf Einkaufstour

16.10.2008
Staatsfonds aus dem Nahen Osten und Asien kaufen sich verstärkt bei europäischen und amerikanischen Unternehmen ein. Diese sind derzeit aufgrund der Finanzmarktkrise günstig zu haben.

Deshalb sind sie für die Staatsfonds aus dem Nahen und Fernen Osten besonders attraktiv. Die staatseigenen Fonds der erdölexportierenden Länder sowie Asiens investierten allein im Jahr 2007 über 43 Milliarden Euro in europäische und US-amerikanische Konzerne. Für 21,6 Milliarden Euro beteiligten sie sich bereits im ersten Halbjahr dieses Jahres an westlichen Konzernen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und Bureau van Dijk Electronic Publishing. Einer der größten Investoren ist der Staatsfonds Government of Singapore Investment Corporation.

Er erwarb in den vergangenen Monaten Anteile von knapp 7 Milliarden Euro an der Schweizerischen Bank UBS und stieg mit 4,7 Milliarden Euro bei der amerikanischen Citigroup ein. Zu den größten Transaktionen zählen auch die Engagements des Staatsfonds Kuwait Investment Authority, der sich mit 4,4 Milliarden Euro an der amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch beteiligte und 566 Millionen Euro in den Börsengang des Finanzdienstleisters Visa investierte.

An europäischen und amerikanischen Börsen sind die Staatsfonds ebenfalls beteiligt. Die Qatar Investment Authority hält beispielsweise 20 Prozent Anteile an der London Stock Exchange (LSE) und zehn Prozent an der skandinavischen Wertpapierbörse OMX. Der Staatsfonds Dubai International Financial Centre übernahm kürzlich 28 Prozent an der LSE von der Nasdaq Stock Market.

Die Staatsfonds oder staatlich kontrollierte Unternehmen aus dem Nahen und Fernen Osten investieren nicht allein in die Finanzbranche. Industrieunternehmen stehen auch auf ihrer Einkaufsliste. So übernahm vor Kurzem der arabische Staatskonzern Saudi Basic Industries die Kontrolle über den amerikanischen Kunststoffhersteller GE Plastics. Ebenfalls sind Staatsfonds an Luxusmarken wie Aston Martin oder Bulgari beteiligt. Auch Hotelketten wie InterContinental werden mittlerweile durch Staatsfonds aus dem Nahen und Fernen Osten finanziert.

Ansprechpartner: Mariela Borell (ZEW), Telefon: +49/621/1235-144, E-Mail: borell@zew.de

Gunter Grittmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet - Juni 2018
20.06.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics