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RWI-Konsumindikator: Privater Konsum legt zum Jahresende nochmals deutlich zu

13.12.2016

Der private Konsum dürfte zum Jahresende kräftiger zulegen als in den vergangenen Jahren. Darauf deutet der auf Internetdaten basierende RWI-Konsumindikator hin, der für das vierte Quartal 2016 von 41,5 auf 62,2 gestiegen ist. Die Konsumnachfrage dürfte damit kräftiger ausgeweitet werden als dies vor allem durch das Weihnachtsgeschäft ohnehin üblich ist.

Der private Konsum dürfte zum Jahresende kräftiger zulegen als in den vergangenen Jahren. Darauf deutet der auf Internetdaten basierende RWI-Konsumindikator hin, der für das vierte Quartal 2016 von 41,5 auf 62,2 gestiegen ist.


Grafik zum Konsumindikator (Dezember 2016)

Grafik: RWI

Die Konsumnachfrage dürfte damit kräftiger ausgeweitet werden als dies vor allem durch das Weihnachtsgeschäft ohnehin üblich ist. Darauf deuten auch die Einzelhandelsumsätze hin, die bereits im Oktober ein deutliches Plus aufwiesen. Zudem weisen Umfragen auf ein gut laufendes Weihnachtsgeschäft bei den Einzelhändlern hin. Für das erste Quartal des kommenden Jahres zeichnet sich mit einem Wert von 38,9 ein schwächerer Anstieg der privaten Konsumnachfrage ab.

Insgesamt deutet der Indikator darauf hin, dass sich die gute Binnenkonjunktur weiter fortsetzt. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau und steigende Reallöhne begünstigen die Neigung der privaten Haushalte, mehr Geld für Konsumgüter auszugeben. Dazu tragen sicher auch die niedrigen Zinsen und deutlich steigende Aktienkurse bei.

Dabei sind die konjunkturellen Unsicherheiten insbesondere im europäischen Umfeld nicht geringer geworden. Der bevorstehende Brexit und die Ablehnung der Verfassungsreform in Italien bergen für das kommende Jahr Risiken für die Konjunktur im Euro-Raum und damit auch für die deutsche Konjunktur. Ausführlichere Informationen hierzu enthält der aktuelle „RWI-Konjunkturbericht“ Heft 4/2016, der in Kürze unter www.rwi-essen.de/kb verfügbar ist.

Indikator wertet Google-Suchanfragen aus

Der RWI-Konsumindikator stützt sich auf Angaben der Internet-Suchmaschine Google. Betrachtet wird die Häufigkeit, mit der nach Begriffen gesucht wird, die 41 für den privaten Konsum relevanten Güterkategorien zugerechnet werden können. Die wöchentlich vorliegenden Daten werden zu Monatsangaben aggregiert und anschließend saisonbereinigt.

Der Indikator gibt an, wie groß der prozentuale Anteil der so transformierten Einzelreihen ist, die in einem Monat gestiegen sind, so dass er Werte zwischen 0 und 100 annehmen kann. Anschließend wird dieser Index zu Quartalswerten aggregiert.

Da die Suchhäufigkeiten aus einer Stichprobe abgeleitet werden, ändern sich die Angaben auch für zurückliegende Quartale leicht. Damit ist insbesondere der Indikatorwert für das letzte ausgewiesene Quartal (hier das dritte Quartal) mit Unsicherheiten behaftet. Die Grundtendenz wird dadurch allerdings erfahrungsgemäß nicht beeinflusst.

Der Indikator zeichnet die Schwankungen in den Vorquartalsveränderungen des saisonbereinigten privaten Konsums durchweg gut nach. Dabei weist er gegenüber dem privaten Verbrauch einen Vorlauf von einem Quartal auf. Er eignet sich damit als Kurzfristindikator nicht nur für Prognosen des laufenden Quartals, sondern liefert auch gute Informationen für das jeweils kommende Quartal.

Ansprechpartner:
Dr. Torsten Schmidt, Tel.: (0201) 81 49-287
Jörg Schäfer (Pressestelle), Tel.: (0201) 81 49-244

Weitere Informationen:

http://www.rwi-essen.de/kb (Link zu den RWI-Konjunkturberichten)

Jörg Schäfer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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