Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimistische Wachstumsaussichten in Mittel- und Osteuropa, aber „noch ein weiter Weg“ um für TARGET2-Securities bereit zu sein

19.04.2013
83 Prozent der Marktexperten erwarten ein Wachstum des Fremdkapitalmarktes für Mittel- und Osteuropa/Für 70 Prozent der Marktteilnehmer in Mittel- und Osteuropa ist es “noch ein weiter Weg”, um für TARGET2-Securities bereit zu sein/Philip Brown von Clearstream: „Der mittel- und osteuropäische Markt läuft Gefahr, die Geschäftschancen zu verpassen, die sich durch TARGET2-Securities ergeben“

Clearstream: Meinungsumfragen während der Mittel- und Osteuropa-Konferenz von Clearstream haben ergeben, dass 83 Prozent der Teilnehmer bis 2020 in dieser Region ein Wachstum der Fremdkapitalmärkte erwarten. Dabei gehen 50 Prozent davon aus, dass dieses Wachstum über Emissionen am internationalen Markt erreicht wird, 33 Prozent erwarten, dass die jeweiligen Heimatmärkte wachsen. Die Umfrageergebnisse bestätigen, dass Emissionen an internationalen Märkten und Heimatmärkten der Region weiterhin eine wichtige Bedeutung haben werden – und boten damit einen zuversichtlichen Ausblick für das Wachstum des regionalen Fremdkapitalmarktes.

Die über 100 Teilnehmer kamen aus dem Bankensektor aus Mittel- und Osteuropa und der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), einschließlich führender Handelsbanken, Zentralbanken, Zentralverwahrer und Investmentfondsmanager. Der 9. Gipfel für Mittel- und Osteuropa von Clearstream fand am 18. und 19. April 2013 in Prag statt und bot Marktteilnehmern vor Ort eine gute Gelegenheit, Ansichten und Erwartungen hinsichtlich der Kapitalmärkte in der Region und die in den kommenden Monaten und Jahren bevorstehenden Herausforderungen zu diskutieren.

70 Prozent der Teilnehmer des Gipfels gaben allerdings bekannt, dass vor ihnen noch „ein weiter Weg“ liegt, um für TARGET2-Securities bereit zu sein – T2S die zukünftige harmonisierte Abwicklungsplattform im Euroraum. Nur 7 Prozent erwähnten, dass T2S ihre „Top-Priorität“ unter den Marktreformen sei, während 39 Prozent bei der Umfrage T2S als eine ihrer „Top 5-Prioriäten“ wählten. 41 gaben hingegen bekannt, T2S „auf dem Radar“ zu haben, aber die Auswirkungen von T2S auf ihr Geschäft nicht umfassend bewertet zu haben. Diese Umfrageergebnisse entsprechen den vorläufigen Ergebnissen einer Clearstream-Studie auf Grundlage von Umfragen und Gesprächen mit Kunden, die bestätigt, dass Finanzinstitute in Europa die Bereitschaft für T2S noch nicht als Top-Priorität ansehen.

Philip Brown, Mitglied des Vorstands von Clearstream und verantwortlich für die Kundenbeziehungen in Europa und Nord- und Südamerika, sagte als Redner auf dem Gipfel für Mittel- und Osteuropa: „Clearstream engagiert sich bereits seit fast 20 Jahren stark in und für diese Region und hat ein umfassendes Netzwerk von Abwicklungsverbindungen im gesamten mittel- und osteuropäischen Raum aufgebaut. Es ist ermutigend, die Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu sehen – Mittel- und Osteuropa ist in den letzten Jahren wirtschaftlich immer bedeutender geworden, wie auch die wachsenden Aktivität bei internationalen Anleihen zeigt. Dennoch muss noch einiges getan werden, um den Markt dabei zu unterstützen, sich besser auf T2S vorzubereiten – T2S wird schon bald zur strategischen Notwendigkeit. Einen reibungslosen Übergang für Mittel- und Osteuropa auf die zukünftige T2S-Plattform sicherzustellen ist entscheidend, um die Region dabei zu unterstützen, ihren Aufwind beizubehalten und die Vorteile zu ernten, die T2S bringen wird, vor allem im Sicherheitenmanagement.“

Zu den weiteren Diskussionsthemen beim Gipfel gehörten das übergreifende neue regulatorische Umfeld, die globale Wertpapierfinanzierung und die Distribution von Investmentfonds in Mittel- und Osteuropa.
Über den Gipfel für Mittel- und Osteuropa von Clearstream

Der erste Gipfel für Mittel- und Osteuropa (Central Eastern European Summit) von Clearstream fand 2004 in Budapest statt, als die ersten acht mittel- und osteuropäischen Länder der EU beitraten. Seitdem organisiert Clearstream den Gipfel jedes Jahr, jedes Mal in einem anderen Land der Region. Der Gipfel ist für Teilnehmer kostenlos und der einzige, der auf den lokalen Markt ausgerichtet ist und Marktteilnehmer dabei unterstützt, das Wachstum an den internationalen und nationalen Wertpapiermärkten in dieser Region zu fördern.
Über Clearstream

Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg ermöglicht Clearstream die grenzüberschreitende Nachhandels-Infrastruktur für den Eurobond-Markt und die Dienstleistungen für Wertpapiere aus 53 inländischen Märkten weltweit. Die Kunden von Clearstream umfassen etwa 2.500 Finanzinstitute in über 110 Ländern. Zu den Dienstleistungen von Clearstream gehören die Herausgabe, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren sowie Investmentfondsdienste und globale Wertpapierfinanzierung. Mit über 11,5 Billionen Euro an verwalteten Vermögenswerten zählt Clearstream zu einem der weltgrößten Abwicklungs- und Verwahrfirmen für nationale und internationale Wertpapiere. Als in Frankfurt ansässiger Zentralverwahrer (CSD) bietet Clearstream außerdem eine grenzüberschreitende Nachhandels-Infrastruktur für die deutsche Wertpapierbranche, indem das Unternehmen Zugang zu einer wachsenden Zahl von Märkten in Europa ermöglicht.

Ansprechpartner Presse

Jessica Sicre, +352-243-32238
jessica.sicre@clearstream.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.clearstream.com
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel scheint sich zu beleben
03.12.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht MagicMoney: Offline bezahlen – mit deinem Smartphone
13.11.2018 | Duale Hochschule Baden Württemberg Karlsruhe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics