Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Leitfaden: In fünf Schritten Potenzial von Serviceleistungen im Ausland voll ausschöpfen

11.03.2010
Um hohe Exportquoten zu erreichen, war die deutsche Industrie schon immer gezwungen, Auslandskunden ein Mindestmaß an Serviceleistungen zu garantieren.

Bislang waren sie oft nur darauf ausgerichtet, den Verkauf von Produkten zu unterstützen. Seit industrielle Services bei sinkenden Margen im Produktgeschäft als Ertragsquelle immer mehr an Bedeutung gewinnen, muss die deutsche Industrie in diesem Punkt umdenken.

Mit Hilfe des Leitfadens "Servicemärkte im Ausland systematisch erschließen", den das Fraunhofer ISI zusammen mit dem VDMA-Verlag entwickelt hat, werden Industriefirmen bei der Überprüfung noch nicht voll ausgeschöpfter Potenziale von Serviceleistungen im Ausland unterstützt.

Als Leitfaden aufgebaut, zeigt die Publikation die direkten und indirekten Potenziale von Dienstleistungen rund um industrielle Produkte im Ausland auf. Mittelständische Unternehmen schildern ihre betrieblichen Erfahrungen bei gezielten Maßnahmen zur systematischen Erschließung ungenutzter Service-Potenziale. Die von den Firmen genutzten Instrumente werden vorgestellt und können für das eigene Vorhaben eingesetzt werden.

"Wir geben den Unternehmen damit eine praktische Anleitung an die Hand, wie durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen ökonomische Potenziale im Bereich Dienstleistungen erkannt, systematisch erschlossen und in Geschäftsmodelle und Strategien zur Erschließung von Auslandsmärkten übertragen werden können", erklärt Dr. Gunter Lay, Leiter des Geschäftsfelds Industrielle Dienstleistungen am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.

In fünf Schritten erläutert der Leitfaden die Vorgehensweise zur Potenzialerschließung. Es gilt zunächst strategische Ziele eines verstärkten Serviceengagements im Ausland zu klären und den entsprechenden Mehrwert herauszuarbeiten. Dies geht einher mit einer Bestandsaufnahme hinsichtlich des zukünftigen Dienstleistungsexports. Die dafür notwendigen Kennzahlen sowie deren Herleitung werden an praktischen Beispielen erläutert.

Der zweite Schritt beschäftigt sich mit den in Frage kommenden Auslandsmärkten. Mittels Checklisten können Aktivitäten von Wettbewerbern analysiert und die eigenen Chancen auf den Märkten herausgearbeitet werden.

Welche eigenen Ressourcen benötigt werden, um die Servicepräsenz im Ausland zu erhöhen, wird im dritten Schritt geklärt. Hier helfen erfahrungsbasierte Bewertungen produktbegleitender Dienstleistungen und damit verbundener Aufwände. Sie unterstützen die Unternehmen bei der Abschätzung ihrer benötigten Ressourcen.

Sind Markt- und Ressourcenanalyse positiv abgeschlossen, gilt es die Art der erweiterten Servicepräsenz im Zielmarkt zu gestalten. Auch in diesem Kapitel helfen Checklisten und Fallbeispiele bei der Entscheidungsfindung.

Wie Vertriebs- und Servicemitarbeiter in den Auslandsmärkten dafür qualifiziert werden, neben den Industrieprodukten auch die produktbegleitenden Serviceleistungen erfolgreich zu präsentieren, wird im letzten Kapitel erläutert. Beispiele zeigen entsprechende Vorgehensweisen auf und geben Hilfestellung.

Die Publikation ist ein Gemeinschaftswerk des Verbundvorhabens "Dienstleistungsexport mit Industrieprodukten" (DEXINPRO) unter Leitung des Fraunhofer ISI in Karlsruhe. Verschiedene Industriepartner wie die Reinisch AG, Karlsruhe, die J. Wagner GmbH aus Markdorf oder die WSW Energie & Wasser AG in Wuppertal trugen mit ihren Erfahrungen ebenso zur Entstehung des Leitfadens bei, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin.

Der Leitfaden "Servicemärkte im Ausland systematisch erschließen" ist im VDMA-Verlag erschienen. Er kann unter http://www.vdma-verlag.com/home/produktdetail.php?ProdId=471&Lang=DE bestellt werden. Die im Leitfaden vorgestellten Instrumente und Checklisten sowie weiterführendes Material können auf der Internetseite des DEXINPRO Projektes http://www.dexinpro.de eingesehen und heruntergeladen werden.

Kontakt
Dr. Kathrin Schwabe
Telefon: +49 (0) 721 / 68 09 - 100
E-Mail: presse@isi.fraunhofer.de
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert die Rahmenbedingungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der breiten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.

Dr. Kathrin Schwabe | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.dexinpro.de
http://www.vdma-verlag.com/home/produktdetail.php?ProdId=471&Lang=DE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Leichter Anstieg auf neuen Höchstwert
25.09.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Höchstwert trotz Handelskonflikt
27.08.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

Aktuelle Trends an den Finanzmärkten im Schnelldurchlauf

09.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IZM setzt das E-Auto auf die Überholspur

11.10.2019 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt auf der COMPAMED 2019: Keine Digitalisierung in der Medizintechnik ohne Mikrotechnologien

11.10.2019 | Messenachrichten

Kryptografie für das Auto der Zukunft

11.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics