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Innovationskraft stärken – IAT untersuchte öffentliche und private Innovationsaktivitäten in NRW

12.04.2017

Innovationen sind von zentraler Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Welche Position Nordrhein-Westfalen in dem sich verschärfenden Innovationswettbewerb einnimmt, hat das Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule) in einer Studie für die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) untersucht. Im Ergebnis weist der Innovationsreport eine Reihe von Stärken auf, wie etwa die Bildungslandschaft an Rhein und Ruhr, es gibt aber auch Schwächen, wo das Land seine Potenziale noch ausbauen sollte.

Das IAT-Team vom Forschungsschwerpunkt Innovation, Raum & Kultur, Jürgen Nordhause-Janz und Judith Terstriep, nutzten für die Studie ein Indikatorenbündel, das Aussagen über die Forschungskapazitäten des Landes, das Innovationsverhalten der Unternehmen sowie die Qualifikationsstrukturen und das Qualifikationsniveau der Bevölkerung und der Beschäftigten ermöglicht.


Abbildung: Synopse der Innovationsposition Nordrhein-Westfalens

Quelle: IAT

Gut qualifizierte Mitarbeiter sind für Unternehmen und den Innovationsstandort insgesamt von entscheidender Bedeutung. Positive Entwicklungen sehen die Forscher bei den Studienberechtigten und den Absolventenzahlen, vor allen Dingen in den MINT-Fächern.

Aber die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss liegt nach wie vor über dem Bundesdurchschnitt. „Angesichts wachsender Anforderungen in vielen Berufen ist das für die Sicherung des Fachkräfteangebots problematisch“, warnen die Forscher.

Bei der Ausbildungsquote der Betriebe und der Zahl der neu abgeschlossenen Erstausbildungsverträge zeigt sich die Entwicklung in NRW positiver als im Bundesgebiet insgesamt. Allerdings gingen auch hier, trotz vergleichsweise guter Konjunktur, die Ausbildungsabschlüsse zurück.

„Zusammen mit dem leicht unterdurchschnittlichem Weiterbildungsverhalten der nordrhein-westfälischen Betriebe warten hier Herausforderungen, deren Lösung für die weitere Entwicklung des Innovationsstandortes von wesentlicher Bedeutung sein werden“, zeigt der Report.

In Forschung- und Entwicklung weisen die nordrhein-westfälischen Unternehmen und Betriebe ein unterdurchschnittliches Niveau auf, wohl verursacht durch den geringeren Anteil an forschungsintensiven Industriebereichen. Besonders engagiert sind hier aber die mittelständischen Betriebe, während FuE bei den Kleinbetrieben und den ganz großen Unternehmen unter dem Durchschnitt liegt.

Positiv präsentieren sich die Betriebe bei Produkt-Weiterentwicklungen und Prozessinnovationen. Immer wichtiger werden Investitionen in digitale Technologien sowohl in der Produktion wie in Dienstleistungsbereichen. Rund 33 Prozent der Unternehmen haben 2014 in
IT-Technologien investiert.

Ihre Ansprechpartner:
Judith Terstriep, Durchwahl: 0209/1707-139, terstriep@iat.eu; Jürgen Nordhause-Janz, Durchwahl: 0209/1707-118, nordhause-janz@iat.eu

Weitere Informationen:

https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_026_2017.pdf (Innovationsreport NRW)

Claudia Braczko | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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