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IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge

28.05.2018

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,4 auf 104,1 Punkte. Das ist der zweite Rückgang des Frühindikators des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Folge. Sowohl die Aussichten für die Beschäftigungsentwicklung als auch die Erwartungen für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit erhalten einen Dämpfer. Dennoch zeigt der hohe Stand des IAB-Arbeitsmarktbarometers gute Perspektiven für den Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten.

„Die Konjunktur hat zwei Gänge zurückgeschaltet, der Arbeitsmarkt schaltet zumindest einen Gang runter“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers geht gegenüber dem Vormonat um 0,4 auf 101,4 Punkte zurück. „Die Arbeitsagenturen erwarten einen weiteren, aber gedämpften, Abbau der Arbeitslosigkeit“, so Weber.

Die Komponente für die Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung gibt ebenfalls um 0,4 Punkte nach. „Vor einem halben Jahr wurde die positive Trendentwicklung der Beschäftigung noch durch die kräftige Konjunktur verstärkt. Das ist jetzt nicht mehr der Fall“, erläutert Weber.

Das noch immer sehr hohe Niveau von 106,8 Punkten zeige, dass die Entwicklung zwar verlangsamt werde, aber deutlich aufwärts gerichtet bleibe.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung.

Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen.

Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Weitere Informationen:

http://www.iab.de/presse/abzeitreihe
http://www.iab.de/presse/abgrafik

Wolfgang Braun | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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