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IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mit Schwung ins neue Jahr

28.12.2017

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im Dezember auf hohem Niveau noch einmal etwas zugelegt: Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 104,9 Punkte. Damit zeigen sich sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers steigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 auf 107,3 Punkte und erreicht damit den bisherigen Höchststand aus dem Sommer 2011.

„Die Beschäftigungsentwicklung im Jahr 2018 wird rekordverdächtig“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Der Aufschwung sei breit angelegt: „Im Moment geht es fast überall aufwärts, in der Binnenkonjunktur und der Weltwirtschaft, bei den Dienstleistungen und in der Industrie“.

Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit verbleibt auf dem guten Vormonatsniveau von 102,6 Punkten. „Der Abbau der Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung der Arbeitsagenturen im kommenden Jahr weitergehen“, so Weber.

Der nach wie vor steigende Bedarf an Fachkräften, der sich nicht zuletzt aufgrund der kräftigen Konjunktur ergebe, führe zu einem verstärkten Sinken der Arbeitslosigkeit. Daher sei trotz Brexit, Diesel-Krise und Air-Berlin-Pleite eine positive Entwicklung zu erwarten.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung.

Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts.

Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Weitere Informationen:

http://www.iab.de/presse/abzeitreihe
http://www.iab.de/presse/abgrafik

Wolfgang Braun | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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