Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Clearstream ermöglicht Handel mit Emissionsrechten

18.10.2010
Emissionsrechte nun für das Abwicklungssystem von Clearstream zugelassen // Einführung des neuen Service am 18. Oktober // Gleiche operativen Abwicklungsstandards wie bei Wertpapieren

Clearstream, der internationale Zentralverwahrer innerhalb der Gruppe Deutsche Börse, hat heute den Service Global Emissions Market Access (GEMA) gestartet.

GEMA ist ein Abwicklungs- und Verwahrdienst für den im Rahmen des Kyoto-Protokolls der Vereinten Nationen und der EU-Emissionshandelsrichtlinie geschaffenen Handel mit Emissionsrechten, insbesondere mit European Union Allowances (EUAs) und Certified Emission Reductions (CERs).

GEMA dient als zentraler Zugang und ermöglicht das Verwahren und die Abwicklung von Emissionsrechten über die Abwicklungssysteme von Clearstream Banking Luxemburg.

Marc Robert-Nicoud, Vice President – International Markets, erklärte: „Der Service richtet sich an Finanzinstitute auf der Suche nach einem einfachen und sicheren Zugang zum Markt für den Handel mit CO2-Emissionsrechten. Durch GEMA können Clearstream-Kunden ihre Ressourcen in diesem Bereich bündeln und eine Strategie für den Handel mit Emissionsrechten entwickeln, ohne dafür Back-Office-Funktionen einrichten zu müssen. GEMA bietet einen zentralen Zugang zu verschiedenen Registern für den Emissionshandel und zu den Beständen der Finanzinstitute, die am aktivsten mit Emissionsrechten handeln.“

Der Dienst ist von bestehenden Clearstream-Konten aus verfügbar und kann über bereits vorhandene Anbindungsmöglichkeiten genutzt werden.

Clearstream-Kunden können die Emissionsrechte in ihren bestehenden Konten halten. Die Vergabe von Kennnummern für Emissionsrechte erfolgt unter Verwendung von in der Finanzbranche anerkannten Formaten.

Da Emissionsrechte wie Wertpapier behandelt werden, kommen bei GEMA dieselben hohen Abwicklungsstandards zum Einsatz, wie sie in der Regel bei Wertpapieren Anwendung finden. GEMA bietet einen DVP (Lieferung gegen Zahlung)-Abwicklungsprozess, der für eine Reduzierung des Kontrahentenrisikos sorgt.

Durch den Handel mit Emissionsrechten entsteht nicht nur ein Markt, sondern vielmehr eine ganz neue Anlageklasse.

Hintergrund

Ein Emissionsrecht berechtigt den Inhaber zum Ausstoß einer Tonne CO2. Dabei entfallen über 90 Prozent des weltweiten Handelsvolumens von Emissionsrechten am Kassamarkt auf EUAs und CERs. Die Emissionshandel-Direktive der Europäischen Union (Emission Trading Scheme of the European Union, EU ETS) wurde von der EU zur Erfüllung der Zielvorgaben des Kyoto-Protokolls zur Verringerung von Treibhausgasemissionen entwickelt. Dabei handelt es sich um ein „Cap and Trade“-System: „Cap“ bezeichnet dabei die konkrete Verpflichtung der EU zur CO2 -Reduzierung gegenüber den anderen Unterzeichnerstaaten (das Gesamtemissionsziel); mit „Trade“ ist der Mechanismus für den Handel mit den Emissionsrechten innerhalb der EU bei gleichzeitiger Minimierung der Gesamtkosten für die Einhaltung der Zielvorgaben gemeint.

Die EU ETS-Direktive legt die Bestimmungen für die Einhaltung der Emissionsziele fest und sorgt für die entsprechende Infrastruktur sowie nationale Zuteilungspläne. Durch die EU ETS können Finanzinstitute Emissionsrechte halten und handeln, es sind jedoch keine spezifischen Bestimmungen für den Handel vorgegeben.

Weitere Informationen zu GEMA finden Sie unter www.clearstream.com/gema

Über Clearstream

Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream die Post-Trade-Infrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 49 Inlandsmärkten weltweit bereit.

Rund 2.500 Finanzinstitute aus über 110 Ländern bilden den Kundenstamm des Unternehmens. Die Dienstleistungspalette umfasst die Emission, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren sowie die Bereiche Investment Fund Services und

Global Securities Financing. Mit einem verwahrten Vermögen von knapp 11 Billionen € ist Clearstream einer der größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere. Als Zentralverwahrer (CSD) mit Sitz in Frankfurt stellt Clearstream außerdem die Post-Trade-Infrastruktur für die deutsche Wertpapierbranche bereit und bietet dabei Zugang zu einer wachsenden Zahl an europäischen Märkten.

Pressekontakte bei Clearstream
Nicolas Nonnenmacher / Yolande Theis +352-243-36115, Nicolas.nonnenmacher@clearstream.com / yolande.theis@clearstream.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.clearstream.com
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet - Juni 2018
20.06.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics