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China ist auf dem Weg, zweitgrößte Hightech-Nation der Erde zu werden

01.02.2010
China ist auf dem Weg, sich als der Welt zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA zu etablieren. Zielgerichtet entwickelt sich das Land zur Hightech-Nation

Seinen ersten Astronauten hat China schon vor Jahren ins All geschickt, derzeit plant das Land die Entwicklung eigener Passagierflugzeuge. Doch solche Vorzeigeprojekte in Sachen Hochtechnologie sind nur die Spitze des Eisbergs.

Der Mitte Januar vorgestellte Bericht des US National Science Boards (NSB) stellte fest, dass die USA zwar weltweit noch immer die Spitzennation in Sachen Wissenschaft und Technologie sind - aber China sei dem Land hart auf den Fersen.

Spätestens seit 2006, mit der Verabschiedung der "Pläne zur lang- und mittelfristigen Entwicklung von Wissenschaft und Technik" durch den chinesischen Staatsrat, verfügt das Land über eine detaillierte Hightech-Strategie.

In der Zeit von 1995 bis 2008, so jüngste Zahlen des NSB, fiel der US-Anteil am weltweiten Export von Hochtechnologie-Gütern von 21 % auf 14 %, der Anteil Chinas verdreifachte sich von 6 % auf 20 %. Im Jahr 2008 exportierte China Technologiegüter im Wert von 92 Mrd. Dollar in die USA, importierte dagegen nur vergleichbare Güter im Wert von 26 Mrd. Dollar.

Spätestens ab 2006 war China das Land, welches die meisten Hochtechnologieprodukte exportierte. Weltweit, so die NSB-Zahlen, hat China im Jahr 2008 einen Handelsbilanzüberschuss von 130 Mrd. Dollar bei diesen Produkten erwirtschaftet.

China hat seine Forschungsinfrastruktur systematisch ausgebaut: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) stiegen in den letzten zehn Jahren um gut 19 % pro Jahr - so schnell wie in keinem anderen Land der Welt. 2008 hatte China sich so an die dritte Stelle der Forschungsnationen vorgearbeitet: Von den weltweiten Forschungsausgaben in Höhe von 1,1 Billionen Dollar kamen 2008 gut 33 % aus den USA, 13 % aus Japan und 9 % aus China.

Der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt schnellte in den Jahren 1996 bis 2007 von 0,6 % auf 1,5 % in die Höhe. Bis 2020, so die Planungen des Staatsrats, sollen 2,5 % erreicht sein. Spätestens dann dürfte China Japan vom zweiten Platz verdrängt haben.

Allein für 2009 hatte das Ministerium für Wissenschaft und Technologie eine Aufstockung der öffentlichen Forschung um 25,7 Mrd. Dollar angekündigt, ein Zuwachs von fast 26 % gegenüber 2008.

Gut 69 % der FuE-Ausgaben werden in China von Unternehmen finanziert, so Zahlen der EU. Dafür werden ihnen massive Steuererleichterungen für FuE eingeräumt.

Auch die Zahl der Absolventen natur- und ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge stieg: von 239 000 im Jahr 1998 auf 807 000 im Jahr 2006. Nach Angaben der EU hat sich Chinas Anteil an den wissenschaftlichen Publikationen weltweit von 2001 bis 2007 mehr als verdoppelt.

| vdi-nachrichten.com
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de
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