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100 Tage danach: Euro-Stimmung im Keller

09.04.2002


  • Morgen: 100 Tage Euro-Geld in Deutschland
  • 53 Prozent der aktuellen Euro-Nachrichten negativ
  • Verbraucher sind immer noch verunsichert – sechs von zehn aktuellen Meldungen drehen sich um die Preisangst

  Die Euphorie, mit der Deutschland den Euro zum Jahreswechsel begrüßte, ist verflogen. Nur 17 Prozent der aktuellen Euro-Nachrichten sind positiv. Mehr als die Hälfte aller Meldungen zum Euro ist skeptisch bis negativ: 100 Tage nach der Währungsumstellung ist der Verbraucher verunsichert. Das neue Geld wird für Preissteigerungen verantwortlich gemacht. Vorteile, die der Euro gebracht hat, werden zu wenig wahrgenommen. Das Euro-Stimmungsbarometer steht auf „überwiegend negativ“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Internetuntersuchung der Mummert + Partner Unternehmensberatung, bei der die Euro-Nachrichten der letzten zehn Tage in den 30 wichtigsten Internetmedien erfasst und ausgewertet wurden.

Sechs von zehn aktuellen Euro-Meldungen befassen sich mit der Preisentwicklung. Das Topthema wird mit deutlich negativem Einschlag besprochen. Die Verbraucher haben noch kein Gefühl für Euro-Preise entwickelt, das Schlagwort „Teuro“ macht die Runde. Wim Duisenberg, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), räumt ein, dass der Euro Preiserhöhungen im Dienstleistungssektor verursacht habe. Die Gewerkschaften heizen die Debatte an: Sie begründen ihre Forderungen mit dem Ausgleich der Euro-Teuerung. Wirtschaftsforscher bestreiten zwar den negativen Einfluss des Euro auf die Preise – doch die Deutschen bleiben bei ihrer negativen Einschätzung. Die wirtschaftlichen Folgen des Euro werden am zweithäufigsten besprochen, und das ebenfalls mit sehr negativen Akzenten. Tenor: Der Konsumaufschwung lässt auf sich warten. Nachdem das kurz vor der Einführung belebende Weihnachtsgeschäft weggefallen ist, wird klar: Käufer bleiben zurückhaltend. Mummert + Partner ist eine der führenden europäischen Unternehmensberatungen für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Kunden zählen vor allem Kreditinstitute, Versicherungen, öffentliche Dienstleister, die Energiewirtschaft und das Gesundheitswesen. Darüber hinaus berät das Unternehmen weitere Dienstleistungsunternehmen in speziellen Aufgabenstellungen, für die Mummert + Partner hervorragendes Know-how besitzt. Beispiele hierfür sind Telekommunikations- und Logistikunternehmen. Mit rund 1.400 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 222 Millionen Euro (Konzern im Geschäftsjahr 2001) gehört Mummert + Partner zu den Top Ten der Branche in Deutschland.

Jörg Forthmann | Presse- und Öffentlichkeitsarbei

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