Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einkaufsmanager bewerten Konjunkturlage in Deutschland positiv

27.07.2007
Kritik an hohen Energiepreisen durch Oligopol der Stromkonzerne

Mehr als jeder zweite befragte Einkaufsmanager in Deutschland rechnet nach einer aktuellen Umfrage des Einkaufsmanager WirtschaftsBoard (EKW) in Kooperation mit dem Informationsdienst Einkaufsmanager bis zum Jahr 2009 mit einem positiven Konjunkturverlauf. Rund 37 Prozent gehen davon aus, dass der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland schon vorher endet. Über 90 Prozent sehen das aktuelle Wirtschaftsklima als "eher gut oder besser", 30 Prozent werten die gesamtwirtschaftliche Stimmungslage sogar mit "gut oder sehr gut".

"Die gewichteten EKW-Stimmungsindikatoren zeigen die Entwicklung der deutschen Wirtschaft besonders deutlich: Der Aufschwung wird stärker wahrgenommen, die Stimmungslage ist positiver als vor sechs Monaten und könnte sich noch weiter verbessern. Aber ein Ende ist bereits absehbar", erklärt Studienleiter Hans-Günter Herrmann vom Fachverlag für Privatfinanzen.

So sinkt der EKW-Substanzindex von 156 auf 116 Punkte, zeigt aber immer noch einen klar positiven Wert an. Der EKW-Substanzindex setzt die Erwartungen an die betriebliche Gesamtsituation in ein Verhältnis mit den konjunkturellen Einschätzungen der Profi-Einkäufer.

... mehr zu:
»EKW-Substanzindex »Oligopol

Der Lagertrendindex sinkt leicht: Noch immer übersteigt der Anstieg der Absatzmengen den Anstieg der Einkaufsmengen. Der Trend schwächt sich allerdings ab von 182 auf 160 Punkten. "Von den steigenden Absatzmengen mit einem Plus von sechs Prozent profitieren die Unternehmen am deutlichsten, die Teile ihrer Beschaffung bereits ins Ausland verlagert haben. Denn während die Einkaufsmanager fürs Inland mit einem Anstieg der Einkaufspreise um 2,4 Prozent rechnen, liegt die durchschnittliche erwartete Preissteigerung für ausländische Bezugsquellen nur bei 1,2 Prozent. Der Auslandseinkauf umfasst bisher insgesamt 30 Prozent der Einkaufsmengen der befragten Unternehmen", so Herrmann. Während die geplanten Einkaufsmengen im Ausland um 5 Prozent steigen, bleibt der Anstieg im Inland mit 2,8 Prozent zurück.

Als Hauptrisiken werden die Rohstoffpreisentwicklung und die Verfügbarkeit von Schlüsselrohstoffen wie Erdöl und Stahl gesehen. "Die Gefährdung des Industriestandorts Deutschland durch die überhöhten Energiepreise, hervorgerufen durch das Oligopol der Energiekonzerne und die fehlende Transparenz am Energiemarkt, wurde in diesem Zusammenhang am häufigsten genannt. Auch der Ölpreis bleibt ein Risikofaktor. Hier sehen die Führungskräfte die Gefahr eines kriegerischen Konfliktes mit dem Iran und gravierende Terroranschläge. Als weitere wirtschaftliche Störfaktoren werden von den Befragten die politische Entscheidungslage, die hohe Steuerlast für mittelständische Unternehmen und Arbeitnehmer, zu hohe Tarifabschlüsse, Fachkräftemangel und der Bürokratismus zu Protokoll gegeben", resümiert Herrmann. An der Umfrage nahmen über Tausend Einkäufer von deutschen Unternehmen teil.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.einkaufsmanager.net
http://www.einkaufsmanager-wirtschaftsboard.de

Weitere Berichte zu: EKW-Substanzindex Oligopol

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet - Juni 2018
20.06.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics