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ZEW Prognosetest Januar 2007 - Bankenexperten: Wenig Dynamik am Aktienmarkt, Euro weiterhin stark

18.01.2007
Das erste Quartal des neuen Jahres bringt den deutschen und europäischen Aktienmärkten voraussichtlich keine starken Kursbewegungen.

Vielmehr erwarten führende Finanzmarktanalysten deutscher Banken, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim vierteljährlich befragt, für die nächsten drei Monate eine Seitwärtsbewegung der Leitindizes DAX, DJ Stoxx 50 und TecDAX.

Im Durchschnitt rechnen die 17 an der Umfrage teilnehmenden Institute zum Ende des 1. Quartals 2007 mit einem leicht schwächeren Endstand von 6.563 Punkten für den DAX, sowie 3.726 Punkten für den DJ Stoxx 50 und 738 Punkten für den TecDAX. Auf Sicht von sechs Monaten fallen die Kursprognosen leicht positiv, wenn auch ähnlich vorsichtig, aus: Hier erwarten die Analysten 6.620 Punkte beim DAX, 3.768 Punkte beim DJ Stoxx 50 und 750 Punkte beim TecDAX. Die Erwartungen der befragten Banken liegen allerdings insbesondere für den DJ Stoxx 50 weit auseinander, was auf eine erhöhte Nervosität am Markt schließen lässt.

Für die kurzfristigen Zinsen (3-Monats-Euribor) im Eurogebiet prognostizieren die befragten Banken bis Quartalsende einen Anstieg auf 3,82 Prozent. Bei den langfristigen Zinsen (Rendite 10-jähriger Staatsanleihen) erwarten die Teilnehmer einen Rückgang auf 3,81 Prozent bis zum Ende des Quartals.

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Der Euro wird nach Meinung der befragten Analysten bis Ende März weiter gegenüber dem US-Dollar auf 1,33 US-Dollar je Euro aufwerten. Das gleiche Kursziel ergibt sich auf Sicht von sechs Monaten.

Die Auswertung der Prognosegüte aller zwischen Juni 2001 und Dezember 2006 abgegebenen 3- und 6-Monatsprognosen der 17 Banken zeigt, dass die Benchmark im Gesamtranking von den Banken nicht geschlagen wurde. Als Benchmark dient für Wechselkurse und Zinsen der Wert vor 3 bzw. 6 Monaten sowie für Aktien die Fortschreibung mit dem langfristigen Trend. Besser als diese Benchmark waren einige Banken allerdings bei der Prognose der kurzfristigen Zinsen sowie vereinzelt auch bei den Erwartungen für den TecDAX und den US-Dollar/Euro-Wechselkurs. Im Gesamtranking der Punktprognosen behauptet die Dresdner Bank ihren ersten Rang, dicht gefolgt von Commerzbank und Deka Bank.

Zum dritten Mal wurden neben den Punktprognosen auch die Richtungsprognosen der teilnehmenden Banken ausgewertet. Es zeigt sich, dass die Prognosegüte für kurzfristige Zinsen nicht nur bei der Punktprognose, sondern auch bei der Richtungsprognose sehr hoch ist. Auffallend ist außerdem die hohe Prognosegüte beim DAX und TecDAX. Im Gesamtranking der besten Richtungs-Prognostiker führt die Hamburger Sparkasse weiterhin vor der Commerzbank und der Bayern LB.

Ansprechpartner:
Gunnar Lang, Telefon 0621/1235-372, Fax -223, E-Mail lang@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de/de/publikationen/bankprognosen/bewertungprognose.php

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