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Erste Industrieaufträge für die Bayreuther Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation

31.10.2006
Ein halbes Jahr nach dem Startschuß bereits erfolgreich: Projekte bei Schleifscheibenhersteller Dronco (Wunsiedel) und der Loewe AG (Kronach)

Ein halbes Jahr nach dem Startschuß für die Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation stehen bereits die ersten Projektergebnisse vor dem industriellen Einsatz in der Region. Gemeinsam mit Fraunhofer-Kollegen aus Stuttgart haben die Fachingenieure der Projektgruppe erfolgreich zwei Unternehmen aus der Region Oberfranken kompetent und innovativ beraten und so deren Zukunftsaussichten im globalen Wettbewerb weiter verbessert, so Professor Dr.-Ing. Rolf Steinhilper (Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik), der die Federführung in Bayreuth hat.

Eins ist die Dronco AG in Wunsiedel, die jährlich ca. 26 Millionen Trenn- und Schleifscheiben produziert. Derzeit bereits Nummer drei in der Welt, ist die Firma dennoch ständig bemüht, ihre Produkte und Produktionsprozesse weiter zu entwickeln und zu verbessern.

Es war ja auch dem Engagement des Vorstandschefs von Dronco, Herrn Hermann Bröker, mit zu verdanken, dass die Entscheidung für Bayreuth bei der Installation der neuen Fraunhofer Projektgruppe so zügig erfolgt ist. Es lag also nahe, dass das erste Projekt der Forschungsgruppe dann auch in Wunsiedel bei Dronco stattfinden sollte. “Wir wollen weiter nach vorne, wir wollen die ersten hier in der Region sein, die von der neuen Kompetenz profitieren können.”, so Bröker im Frühjahr.

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Das erste Projekt “Wertstromdesign” ist bereits abgeschlossen. Es hatte eine neu erarbeitete Produktionsstruktur zum Ergebnis, für deren Umsetzung das nächste Projekt bereits terminiert ist.

Ein weiteres erfolgreiches Projekt konnte bei der Loewe Opta AG in Kronach realisiert werden. Loewe, vor großen Herausforderungen durch die rasante Entwicklung der Plasma- und LCD-Technologie, hatte sich die Kompetenz aus Bayreuth/Stuttgart vor allem eingeladen, um angesichts steigender Produktionszahlen bei Flachbildschirmen mit großen Bildschirmdiagonalen flexible und erweiterbare neue Produktions- und Montagelinien zu entwickeln. In dem Werk, das jahrzehntelang auf die Montage von Bildröhrenfernsehern hin optimiert worden war, wird nun ein neues, in konstruktiven und teils auch kontroversen Diskussionen im Projektteam erarbeitetes, maßgeschneidertes Montagesystem installiert werden.

Ein “Loewe Modus 42”. Der Trend geht zu Bildschirmdiagonalen größer 42 Zoll – eine Herausforderung für die Bayreuther Projektgruppe Prozessinnovation.

Der Aufbau der neuen Fraunhofer Projektgruppe ist somit in vollem Gange. Einige neue Mitarbeiter konnten für die anstehenden Aufgaben bereits gewonnen werden, doch die Anfragen seitens der Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen – nicht nur aus der Region Oberfranken – können derzeit gar nicht alle gleichzeitig bearbeitet werden. “Die Kompetenz haben wir, jetzt müssen wir nur noch unsere Kapazität weiterentwickeln.”, so Prof. Steinhilper. Dies wird im Laufe der nächsten Zeit erfolgen.

Kerstin Wodal | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de

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