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Gründung von KPMG Europe LLP geplant

06.10.2006
Im ersten Schritt wollen sich deutsche und britische KPMG zusammenschließen - größte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Europas

KPMG Deutschland und KPMG Großbritannien wollen sich zum 1. Oktober 2007 zur „KPMG Europe LLP“ zusammenschließen. Damit entsteht die größte und leistungsstärkste Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft in Europa mit einem Umsatz von rund 3 Milliarden Euro und rund 17.000 Mitarbeitern. Ziel ist es, dass sich weitere europäische KPMG-Mitgliedsfirmen anschließen.

KPMG Europe LLP soll als Konzernobergesellschaft in London registriert werden und den Hauptsitz in Frankfurt am Main haben. Dem Board werden deutsche und britische Partner angehören. Der Vorstandssprecher von KPMG Deutschland, Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher, und der Senior Partner von KPMG UK, John Griffith-Jones, werden dem Board als Co-Chairmen vorstehen. Nonnenmacher und Griffith-Jones erklären zur Bedeutung des geplanten Zusammenschlusses:

„Das ist ein historischer Meilenstein. Als erste Gesellschaft der Branche ist KPMG auf dem Weg hin zu einem integrierten europäischen Unternehmen. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Weg richtig und notwendig ist: für unsere Mandanten, für unsere Mitarbeiter und damit für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir können unsere Dienstleistungen künftig noch effektiver erbringen und die Durchsetzung von einheitlich hohen Qualitäts- und Unabhängigkeitsstandards noch besser gewährleisten. Das verlangen auch die nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden. Unseren Mitarbeitern eröffnen sich hervorragende Karriereperspektiven. Wir wollen weiter wachsen und noch attraktiver werden für hoch qualifizierte und motivierte neue Kollegen.“

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Über den gemeinsamen Vorschlag des Vorstands von KPMG Deutschland und des Board von KPMG Großbritannien wurden die Partner beider Länder am 5. Oktober 2006 auf Versammlungen in Berlin und London informiert. Die Partner müssen der Gründung von KPMG Europe LLP noch zustimmen; dies soll im Dezember 2006 geschehen.

Rechtlich möglich wird der Zusammenschluss mit der in diesem Jahr verabschiedeten Neufassung der 8. EU-Richtlinie. Danach dürfen in der Europäischen Union auch ausländische Berufsangehörige bzw. Berufsgesellschaften Anteile an Wirtschaftsprüfungsgesellschaften halten. Die Bundesregierung hat im August mit dem Berufsaufsichtsreformgesetz (BARefG) als eine der ersten EU-Regierungen einen entsprechenden Entwurf zur Umsetzung vorgelegt.

Vorteile des geplanten Zusammenschlusses

Auf zahlreichen Geschäftsfeldern lassen sich Effizienzgewinne und Synergieeffekte erzielen. Die breitere Mandantenbasis sowie das größere Investitionsvermögen werden sich positiv auf das Wachstum des gemeinsamen Unternehmens auswirken.

Rolf Nonnenmacher: „Wir bündeln Erfahrung und Know-how unserer beiden Landesgesellschaften. Unser Leistungsvermögen wird deutlich internationaler. Davon profitieren große und börsennotierte Unternehmen ebenso wie mittelständische und Familienunternehmen und der öffentlich-rechtliche Sektor.“

· KPMG Europe spiegelt die größer gewordene Bedeutung der europäischen Kapitalmärkte wider und trägt dem gestiegenen Dienstleistungsbedarf von immer mehr Unternehmen Rechnung, die sich für die Notierung an einer europäischen Börse entscheiden. Aus der Größe und Leistungskraft des neuen Unternehmens erwächst uns eine besondere Verantwortung für einen funktionierenden Kapitalmarkt.

· KPMG Europe wird den gestiegenen Anforderungen der Mandanten gerecht, die von uns erwarten, dass wir genauso international aufgestellt sind wie sie selbst. Wir können unsere Strategie der konsequenten Marktorientierung und Spezialisierung auf einer wesentlich breiteren Basis umsetzen.

· KPMG Europe wird ein sehr attraktiver Arbeitgeber für die besten Köpfe. Den Mitarbeitern eröffnen sich durch die Arbeit in den immer stärker international besetzten Teams völlig neue Möglichkeiten.

Regulatorisches Umfeld

Ziel der 8. EU-Richtlinie ist eine Stärkung des internationalen Markt- und Anlegervertrauens in die Qualität geprüfter Jahresabschlüsse und eine Stärkung der Berufsaufsicht. John Griffith-Jones: „International tätige Unternehmen brauchen einheitliche regulatorische Rahmenbedingungen. KPMG Europe LLP wird eine gewichtige Stimme haben in der Diskussion um die Sicherung von Qualität und Unabhängigkeit der Abschlussprüfung und die Transparenz der Rechnungslegung.“

KPMG International

KPMG Europe LLP wird ein Mitgliedsunternehmen von KPMG International sein, dem globalen Netzwerk der nationalen KPMG-Gesellschaften. Mike Rake, Chairman von KPMG International: „Die geplante Gründung der KPMG Europe LLP ist eine bahnbrechende Entscheidung. Sie nutzt den Mandanten und Mitarbeitern und entspricht den Anforderungen der Aufsichtsbehörden und des Kapitalmarkts. Die weltweiten Netzwerke der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften müssen gewährleisten, dass ihre Strukturen den gestiegenen Anforderungen an Transparenz, Unabhängigkeit und Durchsetzung einheitlicher Qualitätsstandards entsprechen.“

Pressekontakt:

KPMG Deutschland:
Marita Reuter
Tel.: +49 (030) 20 68 11 18,
Mobil: +49 (0173) 5764041
eMail: mreuter@kpmg.com
KPMG Großbritannien:
Gavin Houlgate
Tel. +44 (0) 207 694 3902,
Mobil: +44 (0) 7795 290855
eMail: gavin.houlgate@kpmg.co.uk

Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de
http://www.kpmg.de/about/press_office/index.html

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