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BGA: Erfolgreiches erstes Halbjahr für den deutschen Außenhandel

08.08.2006
"Mit einer leichten Verschnaufpause - auch bedingt durch eine geringere Anzahl an Arbeitstagen im Juni - endet ein starkes erstes Halbjahr für den Export. Die Entwicklung bei den Einfuhren verläuft mit deutlich zweistelligen Zuwachs weiter hochtourig." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin.

"Bedingt durch die geringeren Ausfuhren, wie auch die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffpreise, nahm der deutsche Außenhandelsüberschuss im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Milliarden Euro ab. Insgesamt ist das erste Halbjahr 2006 für den deutschen Außenhandel sehr erfolgreich verlaufen, auch wenn sich - aufgrund der genannten Ursachen - der Außenhandelsüberschuss im Vorjahresvergleich um 7,5 Milliarden Euro verringerte. Auch für das zweite Halbjahr sind wir daher sehr optimistisch", so der BGA-Präsident weiter.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die aktuellen Monatszahlen zur Entwicklung des deutschen Außenhandels im Juni 2006 bekannt gegeben. Demnach stiegen die deutschen Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 7 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro, die Einfuhren stiegen sogar um 15,8 Prozent auf 60,2 Milliarden Euro. Im gesamten ersten Halbjahr legten die Exporte um 12,9 Prozent auf 431,6 Milliarden Euro und die Importe um 19,1 Prozent auf 354,2 Milliarden Euro zu. Besonders stark entwickelte sich - dem langfristigen Trend entsprechend - vor allem der Außenhandel mit Drittländern außerhalb der EU; auch der Warenaustausch mit den EU-Mitgliedern außerhalb der Eurozone legte überdurchschnittlich zu.

"In Deutschland hängt jeder dritte Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Außenhandel ab. Angesichts dieser herausragenden Bedeutung des Außenhandels für die deut-sche Volkswirtschaft sehen wir das vorläufige Scheitern der Doha-Welthandelsrunde mit großer Besorgnis. Es besteht Anlass zur Befürchtung, dass sich der Welthandel wieder stärker regionalisiert, wovon insbesondere offene Volkswirtschaften wie die deutsche, aber gerade auch weniger entwickelte Länder betroffen wären. Es gilt nun, die jetzige Phase insbesondere in den großen WTO-Mitgliedern zu einem Überdenken eigener Positionen zu nutzen und möglichst bald die Verhandlungen fortzusetzen. Erste positive Signale seitens der EU stimmen hierbei hoffnungsvoll", so Börner abschließend.

André Schwarz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bga.de

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