Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konsortialprojekt "Tekno-Pro" - Gemeinsam gegen Produktpiraterie

14.06.2006
Innovationen sind für Unternehmen ein Schlüssel zum Erfolg. Doch Produktpiraterie und Diebstahl von Technologie-Know-how gefährden den Gewinn, wenn etwa Wettbewerber neue Produkte schon vor der geplanten Markteinführung oder zu einem günstigeren Preis anbieten können. Das Fraunhofer IPT sucht nun sechs bis acht Industrieunternehmen für ein branchenübergreifendes Konsortium, das gemeinsam neue Wege im Kampf gegen den Know-how-Diebstahl gehen möchte.

Rechtliche Schutzmechanismen wie Patente zeigen hier oft nicht die gewünschte Wirkung und ihre Durchsetzung - vor allem international - ist mit hohen Aufwänden verbunden. Deshalb setzt das Fraunhofer IPT besonders auf alternative Schutzmechanismen wie technologische und strategische Imitationsbarrieren.

Das Fraunhofer IPT führt dabei im Auftrag der Partner Machbarkeitsstudien und Untersuchungen zu verschiedenen Schutzmechanismen durch, die vom Konsortium als besonders viel versprechend eingeschätzt werden. Diese Analysen, die auch bis zu Pilotanwendungen bei den einzelnen Partnern reichen können, erarbeitet das Fraunhofer IPT eigenständig oder in Kooperationen mit den Industriepartnern. Zusätzlich greift das Fraunhofer IPT auf Erfahrungen früherer Industrieprojekte, aber auch auf die Expertise seiner Kontakte in der Industrie und im Forschungsnetzwerk zurück. Etablierte Kreativitätstechniken wie "TRIZ" (Theorie des erfinderischen Problemlösens) helfen dabei, unkonventionelle, individuell gestaltbare Lösungen zu finden, die dem Imitator das Kopieren erschweren oder unmöglich machen.

Als Themen für die Projektarbeit kommen in Frage:

- Destandardisierung von Produktkomponenten
- Produktaktivierung/Produktblockierung, z.B. Freischalt-Codes (analog zu Software), (Verdeckte) Echtheitsmerkmale zur Funktionsaktivierung
- Verhindern von Reverse Engineering, z.B. durch Selbstzerstörungsmechanismen, Kodierung von Produktfunktionalität in Mikrochips
- Aufbau technologischer Markteintrittsbarrieren, z.B. Nutzung von Produktkomplexität durch Spezialwerkstoffe oder Erhöhung der Leistungsdichte
- Einsatz fixkostenaufwändiger Fertigungsverfahren
- Technische Sicherstellung der Verwendung von Originalersatzteilen (Automatische Erkennungssysteme)

- Bewertung von Schadensszenarien (Schadenshöhe, Eintrittswahrscheinlichkeit)

Für Interessenten hält das Fraunhofer IPT ein Informationsblatt bereit, das im Internet unter www.ipt.fraunhofer.de/fhg/Images/Infoblatt_Tekno-Pro_tcm234-65798.pdf heruntergeladen werden kann.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Dipl.-Kfm. Christoph Neemann
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon: +49 (0) 2 41/89 04 -1 14
Fax: +49 (0) 2 41/89 04 -61 14
christoph.neemann@ipt.fraunhofer.de

Susanne Krause | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fraunhofer.de/fhg/Images/Infoblatt_Tekno-Pro_tcm234-65798.pdf
http://www.ipt.fraunhofer.de/fhg/ipt/press/Produktpiraterie.jsp
http://www.ipt.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Konsortialprojekt Konsortium Produktpiraterie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Boom der deutschen Wirtschaft derzeit wahrscheinlicher als eine Rezession
19.09.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht KMU haben die "Generation 50+" fest im Blick
29.08.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Event News

One of the world’s most prominent strategic forums for global health held in Berlin in October 2018

03.09.2018 | Event News

4th Intelligent Materials - European Symposium on Intelligent Materials

27.08.2018 | Event News

LaserForum 2018 deals with 3D production of components

17.08.2018 | Event News

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fester Platz im Unternehmen - 36 Auszubildende und Studierende der Friedhelm Loh Group erhalten Zeugnisse

19.09.2018 | Unternehmensmeldung

Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit

19.09.2018 | Informationstechnologie

Kaiserslauterer Architekten setzen Holzkuppel dank Software einfach wie Puzzle zusammen

19.09.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics