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Trotz schwieriger Geschäftsentwicklung können Online-Broker auf ein Neukundenpotenzial von 2,2 Millionen bauen

03.12.2001


sternMarkenProfile 9: Ein Drittel der potenziellen Neukunden sind Frauen / Antizyklische Werbung aussichtsreich

Unter dem gegenwärtigen Abwärtstrend an den Börsen leidet auch die Geschäftsentwicklung der großen Online-Broker, bei den meisten herrscht Krisenstimmung. Trotzdem könnten diese Unternehmen kurz- und mittelfristig ein Neukundenpotenzial von 2,2 Millionen Anlegern erschließen. Das zeigt die neueste Ausgabe der Studie MarkenProfile der Zeitschrift stern. 9,7 Millionen Bundesbürger zwischen 14 und 64 Jahren besitzen demnach persönlich Aktien, Aktien- oder Rentenfonds beziehungsweise wollen mit Sicherheit in diese Anlageformen investieren. Obwohl 5,5 Millionen der Anleger-Haushalte bereits mit Internet-Zugängen ausgestattet sind, nutzen nur 1,1 Millionen von ihnen die Dienste der Online-Broker. Von den übrigen 4,4 Millionen gibt die Hälfte an, dass die Abwicklung von Wertpapiergeschäften über das Internet für sie in Frage kommt oder bereits geplant ist. Für die andere Hälfte sprechen in erster Linie Sicherheitsbedenken dagegen, Wertpapiere per Mausklick zu ordern. Rund ein Viertel von ihnen legt aber auch Wert auf die persönliche Beratung.

Jeder dritte potenzielle Neukunde ist weiblich. Damit liegt der Frauenanteil deutlich höher als bei den bisherigen Kunden, bei denen er nur knapp ein Viertel beträgt. Die Altersstruktur unterscheidet sich nur geringfügig von den bisherigen Nutzern, im Schnitt sind die potenziellen Online-Anleger 36 Jahre alt. 89 Prozent von ihnen verfügen über ein eigenes Einkommen. Es beläuft sich im Schnitt auf 1.730 Euro netto im Monat, verglichen mit 1.250 Euro in der Gesamtbevölkerung und 2.060 Euro bei denen, die derzeit schon Online-Brokerage betreiben.

Unterschiede zwischen Kunden und Neukunden zeigen sich auch bei der Nutzungsintensität des Internets. Während 56 Prozent der derzeitigen Kunden von Online-Brokern das Web täglich oder fast täglich nutzen, tun dies von den potenziellen Neukunden nur 31 Prozent. Die Einstellung zum Aktienmarkt ist dagegen in beiden Gruppen sehr positiv: 83 Prozent der Neukunden vertreten die Ansicht, Aktien böten höhere Renditen als andere Anlageformen, 73 Prozent meinen, dass Dividendenpapiere eine zukunftssichere Geldanlage bilden. Der Bekanntheitsgrad führender Online-Broker liegt bei den potenziellen Neukunden gegenwärtig zwischen 50 und 75 Prozent.

Isabelle Haesler | ots
Weitere Informationen:
http://www.stern.de/

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