Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie über Manager-Gehälter in den USA: Restriktive Personalpolitik in amerikanischen Unternehmen

22.11.2001


Moderater Anstieg bzw. Nullrunden bei den Grundgehältern / Massive Kürzungen bei den Boni / Mitarbeiterbindungsprogramme für Topleute

US-amerikanische Unternehmen reagieren auf die zum Teil dramatisch veränderte wirtschaftliche Situation mit Einschnitten bei der Vergütung von Führungskräften und gezielten Entlassungen von Mitarbeitern mit unbefriedigender Leistung. Gleichzeitig gewähren die Unternehmen Sonderboni und Aktienpakete, sie verstärken Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen und bieten Freijahre oder mehr Urlaub, um Topleute und wichtige Mitarbeiter zu halten und zu motivieren. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse einer Befragung über Manager-Gehälter in 2002, die das internationale Beratungs- und Prüfungsunternehmen Andersen im Oktober 2001 bei 57 US-amerikanischen Unternehmen in Chicago durchgeführt hat.

Danach planen 19 Unternehmen Änderungen an der Grundgehaltskomponente des Vergütungsprogramms infolge der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten. Von diesen Unternehmen hat die große Mehrheit die Vergütungsbudgets gekürzt, in einigen Fällen sogar ganz gestrichen, das heißt insgesamt werden die Gehaltskosten nicht erhöht. Zwei Unternehmen wollen die Zeiträume zwischen den Erhöhungen der leistungsabhängigen Vergütung verlängern (z. B. statt alle zwölf Monate alle 18 Monate), um Kosten einzusparen. Die Mehrheit der Unternehmen (58 Prozent) plant keinerlei Änderungen an der Grundgehaltskomponente ihres Vergütungsprogramms. Fünf Unternehmen (neun Prozent) ziehen Änderungen in Betracht, beobachten aber zunächst die Vorgehensweise des Wettbewerbs, bevor es zu einer Entscheidungsfindung kommt.

Die Höhe der Vergütung für Mitarbeiter wird dieses Jahr durch geringere oder nicht existente Boni beeinflusst. Eines von zwei Unternehmen erwartet, dass die Höhe der Boni weniger als 50 Prozent des Ziels („target“) erreicht. Fast die Hälfte dieser Unternehmen rechnet damit, dieses Jahr überhaupt keine Boni auszubezahlen. Lediglich drei Unternehmen erwarten, dass die Boni leicht über dem Ziel liegen und keines erwartet Boni von über 125 Prozent des Ziels, was einen scharfen Kontrast zu den letzten Jahren darstellt. Für das Jahr 2002 erwartet die Mehrheit der Unternehmen (56 Prozent) keine Änderungen der Boni, dennoch überlegen 19 Unternehmen (33 Prozent), Änderungen vorzunehmen. Sechs Unternehmen (elf Prozent) haben bereits entschieden dies zu tun.

Einige Unternehmen nehmen Änderungen an ihren langfristigen Incentive-Plänen vor, um auf die wirtschaftliche Abschwächung zu reagieren – zum Beispiel durch die Streichung bzw. Neuausgabe von Aktienoptionsplänen und das Gewähren spezieller Optionen.

„Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ist es den Unternehmen bewusst, wie wichtig es ist, ihre besten Leute zu halten“, erklärt Rainer Schätzle, Leiter der Human-Capital-Abteilung bei Andersen. „Viele Unternehmen reagieren hierauf mit der Implementierung von Bindungsstrategien und -programmen“, so Schätzle. So sagten 16 der befragten Unternehmen aus, dass neue Programme in Arbeit seien. Sieben Unternehmen berichteten, dass sie Bindungspläne für Schlüsselmitarbeiter bereits etabliert hätten oder dass sie sich auf die Bindungskraft ihrer Vergütungsprogramme verlassen würden. Elf Unternehmen erwägen, spezielle Bindungsprogramme einzuführen, haben diese aber bis dato noch nicht definiert. Unter diesen Unternehmen variieren die Strategien. Das am weitesten verbreitete Programm ist ein “spot“, das heißt ein einmaliger Bonus in bar. Einige Unternehmen wollen gleichzeitig mehrere Programme zur Mitarbeiterbindung einsetzen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Rainer Schätzle
Andersen


Mergenthalerallee 10-12
65760 Eschborn
Telefon +49 6196 99 67 99

E-Mail:rainer.schaetzle@andersen.com


Redaktion


Ute Freundl
Andersen
Mergenthalerallee 10-12
65760 Eschborn/Frankfurt/M.
Telefon +49 61 96 99 78 72
Telefax +49 61 96 99 65 18
E-Mail:ute.freundl@andersen.com

Rainer Schätzle | Pressemitteilungen

Weitere Berichte zu: Vergütung Vergütungsprogramm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung wächst weiter
28.01.2020 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht Krisenrisiko Nummer 1: Unerwartete Liquiditätsengpässe
08.01.2020 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste Untersuchungsergebnisse zum "Sensations-Meteoritenfall" von Flensburg

17.02.2020 | Geowissenschaften

Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

17.02.2020 | Physik Astronomie

Freiburger Forscher untersucht Ursprünge der Beschaffenheit von Oberflächen

17.02.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics