Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rating-Selbstcheck für innovative Unternehmen

07.06.2006


Die Forschungsgruppe "Investor Relations und Rating für KMU" der Technischen Universität Ilmenau stellt seit Mai dieses Jahres auf ihrer Homepage (www.wirtschaft.tu-ilmenau.de/deutsch/institute/bwl/fi/investor-relations) einen Link zum Rating-Selbstcheck zur kostenfreien Nutzung für Unternehmen bereit. Die Bewertung und Beurteilung eines Unternehmens erfolgt mit dem Rating-Selbstcheck nicht eingegrenzt auf die aktuelle wirtschaftliche Situation, sondern bezüglich der Managementqualität (M), Wirtschaftlichkeit(W) und Innovationsstärke(I).



Die besondere Aussagestärke dieses MWI-Ratingkonzeptes resultiert aus der Berücksichtigung der Innovationsstärke von Unternehmen bei der Bewertung. Das Hauptanliegen des Rating-Selbstchecks ist dabei, Unternehmern eine Information über die Ausschöpfung der Potenziale und Entwicklungschancen zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu übergeben. Deshalb ist der Rating-Selbstcheck insbesondere als selbstkritische Einschätzung für Unternehmer und das Management von technologieorientierten Unternehmen mit Wachstumspotenzial geeignet. Der Rating-Selbstcheck kann darüber hinaus für jedes Unternehmen von Bedeutung sein, soweit Interesse an einer unabhängigen Stärken-/Schwächen-Analyse besteht.

... mehr zu:
»MEZP


Die Ergebnisse des Rating-Selbstchecks werden nur dem Unternehmer selbst mitgeteilt, der den Check durchführt. Sie sind durch Dritte nicht einsehbar. Für die Durchführung dieses Rating-Selbstchecks benötigt man ungefähr 90 Minuten.

Bei der Durchführung des Ratingchecks findet der Nutzer eine Stichprobe aus dem umfassenden MWI-Ratingkonzept vor, die ein Anforderungsprofil für eine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit darstellt. Für die ausgewählten 65 Kriterien des Anforderungsprofils werden durchschnittlich je fünf Niveaustufen dem Nutzer zur Bewertung angeboten . Jene Niveaustufe, die sich am stärksten auf die Situation im Unternehmen bezieht, hat der Nutzer des Selbstcheck auszuwählen. Somit geht es bei diesem Rating-Selbstcheck nicht darum, eine einfache Bewertung mit einer Differenzierung nach "gut oder schlecht" oder als Bewertung mit Noten zwischen 1 und 6 vorzunehmen. Die Bewertung erfolgt vielmehr über inhaltliche Sachaussagen zur unternehmerischen Situation.

Das soll an einem Beispiel erläutert werden:
Bei der Innovationsbewertung ergeben sich u a. positive Innovationswirkungen (Hauptkriterium des Ratings) bei der Produktvermarktung (Kriterium) durch eine erfolgreiche Markteinführung (Unterkriterium). Eine im Rating-Selbstcheck zu beantwortende Frage ist dabei: Wie erfolgt die Planung des Markteintrittzeitpunktes (MEZP) für neue Produkte? Der Unternehmer kennt seine unternehmerische Situation zur sachkundigen Beantwortung dieser Frage am besten. Er muss nun eine von hier sechs möglichen Antworten als "seinen Rating-Selbstcheck" auswählen:

(1) Der Termin für den MEZP liegt geschätzt vor.
(2) Der Termin für den MEZP wird begründet auf ein bestimmtes Datum festgelegt.
(3) Der Termin des MEZP wird begründet festgelegt. Mit den Geschäftspartnern sind Abnahmegarantien vertraglich festgelegt.
(4) Der Termin für den MEZP wird begründet festgelegt und vertraglich vereinbart
(5) Es gibt keine Planung für den MEZP im Unternehmen.
(6) Der Termin für den MEZP wird auf ein bestimmtes Datum festgelegt; leichte Schwächen bei der Festlegung des MEZP.

Die konkreten Zuordnungen/Bewertungen für alle 65 Kriterien im Rating-Selbstcheck führen dann über eine Hochrechnung zum Ausweis eines Ratingprädikats für das Unternehmen. Dieses Ratingprädikat drückt die Stärken bzw. Schwächen des Unternehmens differenziert für die Merkmale Management, Wirtschaftlichkeit und Innovation mit den vier Buchstaben A, B, C und D aus. Weiterhin erfolgt eine Umrechnung des MWI-Ratingprädikats auf die IFD-Ratingmasterskala. Damit ist die Vergleichbarkeit mit internen Ratings von Banken eher möglich, z. B. auch die Nutzung des Rating-Selbstchecks als "zweite Meinung" im Vergleich zu einem Rating einer Bank oder einer anderen Ratingagentur.

Weiterhin werden dem Nutzer des Rating-Selbstchecks mit dem Auswertungsprotokoll die jeweils drei Schwachstellen/Defizite der Managementqualität, der Wirtschaftlichkeit und der Innovationsstärke des Unternehmens ausgewiesen. Damit erhält der Unternehmer Hinweise zur Verbesserung seiner Führungstätigkeit.

Kontakt/Information:
Dr. Bernd Lindemann, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften,
Fachgebiet Finanzwirtschaft/Investition, Forschungsgruppe Investor Relations und Rating für KMU, Tel. 03677/694016;
e-mail: bernd.lindemann@tu-ilmenau.de

Wilfried Nax M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.wirtschaft.tu-ilmenau.de/deutsch/institute/bwl/fi/investor-relations
http://www.tu-ilmenau.de/

Weitere Berichte zu: MEZP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Neue Werte des Frühwarninstruments - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionswahrscheinlichkeit spürbar rückläufig
15.11.2019 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Trotz neuem Höchstwert in der Grundtendenz eher seitwärtsgerichtet
31.10.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Im Focus: Auxetische Membranen - Paradoxes Ersatzgewebe für die Medizin

Ein Material, das dicker wird, wenn man daran zieht, scheint den Gesetzen der Physik zu widersprechen. Der sogenannte auxetische Effekt, der auch in der Natur vorkommt, ist jedoch für eine Vielzahl von Anwendungen interessant. Eine neue, vor kurzem im Fachblatt «Nature Communications» veröffentlichte Studie der Empa zeigt nun, wie sich das erstaunliche Materialverhalten weiter steigern lässt – und sogar für die Behandlung von Verletzungen und Gewebeschäden genutzt werden kann.

Die Natur macht es vor: Ein Kälbchen, das am Euter der Mutterkuh Milch saugt, nutzt eine faszinierende physikalische Eigenschaft der Kuhzitze: Diese besteht...

Im Focus: Meteoritengestein ist "bessere Diät"

Archaeon kann Meteoritengestein aufnehmen – und sich davon ernähren

Das Archaeon Metallosphaera sedula kann außerirdisches Material aufnehmen und verarbeiten. Das zeigt ein internationales Team um Astrobiologin Tetyana...

Im Focus: The coldest reaction

With ultracold chemistry, researchers get a first look at exactly what happens during a chemical reaction

The coldest chemical reaction in the known universe took place in what appears to be a chaotic mess of lasers. The appearance deceives: Deep within that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was gehört auf die Trendliste für 2020?

05.12.2019 | Unternehmensmeldung

Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

05.12.2019 | Energie und Elektrotechnik

Schweizer Weltraumteleskop CHEOPS: Raketenstart voraussichtlich am 17. Dezember 2019

05.12.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics