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TransportmarktBarometer progtrans/ZEW - Leichte Preissteigerungen bei steigendem Transportaufkommen

01.06.2006


Die Transportbranche geht vor dem Hintergrund der immer optimistischeren Haltung hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung davon aus, dass die Transportaufkommen in den kommenden sechs Monaten steigen. Gleichzeitig rechnen sie damit, dass sich die starken Ölpreissteigerungen abschwächen. Deshalb gehen weniger Experten als im Vorquartal von Preissteigerungen aus. Dies ist das Ergebnis des aktuellen TransportmarktBarometers, einer vierteljährlichen Befragung von 300 Spitzenkräften aus der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft, die von der ProgTrans AG, Basel, und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, durchgeführt wird.



Von dem erwarteten Anstieg des Transportaufkommens in den nächsten sechs Monaten werden die verschiedenen Transportzweige und Relationen nach Auffassung der im zweiten Quartal 2006 befragten Experten unterschiedlich profitieren. So sind beim Schienen- und Binnenschiffverkehr die Prognosen zur Entwicklung der Transportmengen eher zurückhaltend. Bei den anderen Verkehrszweigen - Straßengüterverkehr, kombinierter Verkehr, Kurier-, Express- und Paketdienst (KEP), Luftfracht und Seefracht - rechnen die Experten hingegen damit, dass das Aufkommen entweder weiter zunimmt oder dass das hohe Wachstumsniveau konstant bleibt. Nur beim Luftfrachtverkehr mit dem Asien/Pazifik-Raum sind die Experten weniger optimistisch: Zwar erwarten hier 75 Prozent der Experten steigende Transportaufkommen, allerdings gehen im zweiten Quartal 2006 auch 9 Prozent von sinkenden Mengen aus. Für den Deutschland-(Binnen-)Verkehr und die Westeuropaverkehre liegen die Wachstumserwartungen mittlerweile auf einem ähnlichen Niveau, da die Experten die Binnennachfrage offenbar stärker als bisher einschätzen. Richtung Osteuropa erwarten die Experten, dass vor allem auf der Straße das Transportaufkommen steigt.



Die Einschätzungen der Experten zur Preisentwicklung im Transportgewerbe in den nächsten sechs Monaten sind vor allem von zwei Einflüssen geprägt. Einerseits erwarten die Experten in einzelnen Transportzweigen und -relationen ein deutliches Mengenwachstum, andererseits gehen sie davon aus, dass der Ölpreis und sonstige Kostenfaktoren eher moderat steigen. Die Preis senkenden Einflüsse der Transportkonkurrenz aus den neuen EU-Staaten sind im zweiten Quartal 2006 hingegen nicht mehr so deutlich sichtbar wie früher. Nachdem im vergangenen Quartal der Trend steigender Preiserwartungen in sämtlichen Transportzweigen und -relationen gesunken war, hat sich dieser im zweiten Quartal 2006 teilweise umgekehrt. So rechnen die Experten für den Straßengüterverkehr, den Luftverkehr und den Seeverkehr mehrheitlich mit steigenden Preisen. Dabei sind die erwarteten Preissteigerungen bei den Interkontinentalverkehren nur noch unwesentlich höher als bei den nationalen oder europäischen Relationen. Bei den anderen Verkehrsträgern - Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt, kombinierter Verkehr und KEP-Dienste - gehen die Experten nun verstärkt von konstanten oder lediglich leicht steigenden Preisen aus.

Ansprechpartner:
Dr. Stefan Rommerskirchen (progtrans), Telefon +41/61/56035-10,
E-Mail stefan.rommerskirchen@progtrans.com
Dr. Georg Bühler, Telefon 0621/1235-213, Fax -226, E-Mail buehler@zew.de

Das TransportmarktBarometer von progtrans/ZEW:

Progtrans, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, befragen seit 1998 vierteljährlich 300 Spitzenkräfte der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Transportmärkte. Die Experten werden um eine Prognose dazu gebeten, ob auf Sicht von sechs Monaten das Transportaufkommen und die Transportpreise (stark/schwach) steigen, (stark/schwach) sinken oder unverändert bleiben. Betrachtet werden im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr nach West- und Osteuropa die Transportbereiche: Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Kurier-, Express- und Paketdienste. Weiterhin schätzen die Experten die Entwicklung bei Luft- und Seefracht von Deutschland in andere europäische Staaten sowie auf den Routen nach Nordamerika und in die Asien/Pazifik-Region ein.

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

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