Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissens- und technologieorientierte Unternehmensgründungen in Deutschland: Anzahl der Gründungen steigt ...

18.05.2006


... - noch keine Trendwende bei Spitzentechnik



Die Anzahl der Unternehmensgründungen in technologie- und wissensinstensiven Branchen in Deutschland (Definition siehe Ende der Pressemitteilung) ist im Jahr 2004 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gestiegen.

... mehr zu:
»Unternehmensgründung


Dieser Anstieg ist vor allem den wissens- und technologieintensiven Dienstleistungssektoren zuzuschreiben, die einen großen Teil der betrachteten technologie- und wissensintensiven Branchen ausmachen. Hier wuchs die Anzahl der Unternehmensgründungen im Jahr 2004 im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als fünf Prozent. Im Gegensatz dazu befindet sich die Anzahl der Unternehmensgründungen in den Hochtechnologie-Branchen des verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2004 nach Jahren des Rückgangs auf einem sehr niedrigen Niveau und ist im Vergleich zum Vorjahr mit zwei Prozent kaum gestiegen. Dies ist ein zentrales Ergebnis des aktuellen Gründungsreports, den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim zweimal jährlich veröffentlicht.

Bei den Hochtechnologie-Branchen des verarbeitenden Gewerbes hat sich die Anzahl der Unternehmensgründungen insbesondere in der Spitzentechnik, zu der beispielsweise die Herstellung von Prozesssteueranlagen, Datenverarbeitungsgeräten oder elektrischen Bauteilen zählen, verhalten entwickelt. So sind im Jahr 2004 die Unternehmensgründungen in dieser Branche im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent gestiegen. Dies ist noch keine erkennbare Trendwende, sondern eher eine Stagnation auf niedrigem Niveau. So erreichte im Jahr 2004 die Anzahl der Gründungen lediglich 68 Prozent des Niveaus von 1998. Seit 1998 ist die Anzahl der Unternehmensgründungen in der Spitzentechnik stetig zurückgegangen.

Ähnlich wie bei der Spitzentechnik ist auch das Bild bei der hochwertigen Technik (unter anderem Maschinenbau und die Herstellung optischer, fotografischer sowie medizinischer Geräte). In dieser Branche ist die Anzahl der Unternehmensgründungen seit 13 Jahren gesunken, um im Jahr 2004 im Vergleich zu 2003 erstmals wieder um knapp zwei Prozent zu steigen.

Die Gründe für die schleppende Entwicklung bei den Unternehmensgründungen in der Spitzentechnik und der hochwertigen Technik sind insbesondere die mangelnden Finanzierungsoptionen für Gründer und hier vor allem die restriktive Vergabe von Bankkrediten. Aber auch bürokratische Hindernisse und der hohe Verwaltungsaufwand, der im Zuge einer Unternehmensgründung entsteht, beeinträchtigen die Gründungstätigkeit. Um diese Mängel zu beseitigen und die Gründungsschwäche in diesen beiden Branchen zu beheben, wird der Ruf nach einer zielgerichteten Wirtschaftspolitik laut. Entsprechende Maßnahmen haben die politischen Entscheidungsträger zum Teil bereits in Angriff genommen. Dass hier etwas geschieht, ist von großer Bedeutung, denn die beiden Hochtechnologie-Branchen des verarbeitenden Gewerbes sind eine wichtige Stütze der deutschen Volkswirtschaft im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit, da sie besonders forschungs- und entwicklungsintensiv sind und somit erheblich zur technologischen Leistungsfähigkeit beitragen.

Definition: Technologie- und wissensintensive Unternehmen

Zu den technologie- und wissensintensiven Unternehmen zählen Unternehmen aus Wirtschaftszweigen des verarbeitenden Gewerbes mit einer FuE-Intensität (= FuE-Aufwendungen/Umsatz) von mehr als 3,5 Prozent (das heißt Unternehmen der Branchen Spitzentechnik und hochwertige Technik) sowie die technologieintensiven Dienstleistungen (z.B. Fernmeldedienste, Datenverarbeitung, FuE-Dienstleister, Architektur- und Ingenieurbüros) und die wissensintensiven Dienstleistungen (z.B. Rechtsberatung, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Markt- und Meinungsforschung, Unternehmens- und PR-Beratung sowie Werbung).

Ansprechpartner:
Georg Metzger, Telefon 0621/1235-185, Fax -170, E-Mail metzger@zew.de
Diana Heger, Telefon 0621/1235-382, Fax -170, E-Mail heger@zew.de

Katrin Voss | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de
http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/grep/Grep0106.pdf

Weitere Berichte zu: Unternehmensgründung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Deutsche Konjunktur schwächer, aber keine Anzeichen für Rezession
11.03.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mehr Beschäftigung trotz geringerem Wirtschaftswachstum
27.02.2019 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nieten, schrauben, kleben im Flugzeugbau: Smarte Mensch-Roboter-Teams meistern agile Produktion

25.03.2019 | HANNOVER MESSE

Auf der Suche nach der verschwundenen Antimaterie: Messungen mit Belle II erfolgreich gestartet

25.03.2019 | Physik Astronomie

HEIDENHAIN auf der CONTROL 2019: Belastbare Systeme für mehr Genauigkeit und Zuverlässigkeit

25.03.2019 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics