Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Silver Surfer: Finanzdienstleister lassen Senioren im Netz allein

07.11.2001


  • 10 Prozent mehr surfende Senioren als im Jahr 2000
  • Finanzdienstleister vernachlässigen ältere Online-Zielgruppe

Die Gruppe der über 50-Jährigen ist die am stärksten wachsende Online-Gemeinde. Die Anzahl der so genannten Silver Surfer stieg binnen eines Jahres um über zehn Prozent. Dennoch bieten bisher nur 12,8 Prozent der Banken spezielle Produkte für Senioren an. Versicherungen widmen älteren Online-Kunden 28,7 Prozent ihrer Angebote für so genannte Special Interest Groups. Das ergab eine Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung. Deutsche Finanzdienstleister müssen aufpassen, dass sie diese Zielgruppe nicht vernachlässigen.

Die Zahl der Senioren wird weiter zunehmen. Es wächst eine ganze Generation von Silver Surfern nach. Wer jetzt kurz vor seiner Rente steht, gewöhnt sich noch im Büro an den Computer, und diese Menschen werden das Internet auch im Ruhestand nutzen. Zudem steigt die Zahl der über 50-Jährigen in Deutschland weiter an. Heute sind es 35 Prozent, 2010 werden es etwa 39 Prozent sein, 2020 bereits rund 45 Prozent.



Silver Surfer könnten ein breites Angebot der Finanzdienstleister nutzen: Kontoführung und Überweisungen, Vorsorge für den Erbfall, Ansparpläne für Kinder und Enkel sowie Vermögensverwaltung. Senioren sind eine attraktive Zielgruppe für Finanzdienstleister, denn mit ihnen erreichen sie eine äußerst finanzstarke, stetig wachsende Gruppe. Gut 20 bis 30 Jahre lang können Silver Surfer als Online-Kunden erhalten bleiben. „In Kombination mit Produktangeboten für junge Menschen können – dank der in Deutschland bestehenden Bankentreue - auch Kinder und Enkel der Silver Surfer als Kunden gewonnen werden“, sagt Andreas Hake von der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

Das Potenzial lässt sich bei den Senioren jedoch schwieriger ausschöpfen als in anderen Zielgruppen: „Bei älteren Kunden ist das größte Problem oft, ihnen einen Online-Zugang zum Firmenangebot zu verschaffen", sagt Andreas Hake. „Viele würden die Angebote gern nutzen, haben aber wenig oder keine Erfahrung mit dem neuen Medium Internet." So schlagen Initiativen der Finanzdienstleister bei den Silver Surfern unnötig fehl. Der Grund: Sie bieten ihren Kunden oft zu wenig Service rund um das Internet, um anfängliche Hemmschwellen abzubauen. Finanzdienstleister in anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel die Dutch Bank oder die Rabobank in Holland, haben das Potenzial erkannt und helfen ihren Kunden, Hemmnisse zu überwinden. Mit dem Nachwachsen computergewöhnter Silver Surfer wird sich das Bedienungsproblem in den kommenden Jahren jedoch von selbst erledigen.


Um die Senioren anzusprechen, entwickeln Finanzdienstleister zunehmend Online-Angebote zur Verwaltung von Vermögen und bemühen sich um einen zielgruppengerechten Service. Problem bei der direkten Ansprache der Silver Surfer: Finanzdienstleister richten nur ungern eine Rubrik „Senioren" ein, weil eine Pauschalansprache älterer Kunden im Gegensatz zu jüngeren Zielgruppen schwierig ist. In einer Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung fielen die Angebote der Deutschen Bank, Dresdner Bank, DG-Bank, Citibank, Commerzbank, Stadtsparkasse München, UBS, Credit Suisse, Österreichischen Creditanstalt und Zürcher Cantonalbank positiv auf.

„Zwar wächst die Zahl der älteren Online-Nutzer stetig, doch die surfenden Senioren sind skeptisch. Die Anzahl der Internetverweigerer ist unter Rentnern besonders hoch. Aufgrund des enormen Potenzials sollten Finanzdienstleister diese Zielgruppe nicht vernachlässigen.“

Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert + Partner Unternehmensberatung AG

Mummert + Partner ist eine der führenden europäischen Unternehmensberatungen für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Kunden zählen vor allem Kreditinstitute, Versicherungen, öffentliche Dienstleister, die Energiewirtschaft und das Gesundheitswesen. Darüber hinaus berät das Unternehmen weitere Dienstleistungsunternehmen in speziellen Aufgabenstellungen, für die Mummert + Partner hervorragendes Know-how besitzt. Beispiele hierfür sind Telekommunikations- und Logistikunternehmen. Mit 1.350 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 191,2 Millionen Euro (Konzern im Geschäftsjahr 2000) gehört Mummert + Partner zu den Top Ten der Branche in Deutschland.

Mummert + Partner Unternehmensberatung Aktiengesellschaft
Hans-Henny-Jahnn-Weg 29 · 22085 Hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jörg Forthmann
Tel.: (040) 227 03-7787 Fax: (040) 227 03-7961 eMail: Presse@mummert.de

Jörg Forthmann | Presse- und Öffentlichkeitsarbei

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsrisiko gesunken - IMK-Indikator hellt sich auf – robuster Aufschwung geht weiter
16.08.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index leicht rückläufig
24.07.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

In Form gebracht

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superauflösende Mikroskopie - Neue Markierungssonden im Nanomaßstab

21.08.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics