Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands Handelspartner: Osteuropa im Kommen

10.04.2006


Frankreich bleibt Nummer eins - Einfuhren aus China mit kräftigem Zuwachs



Frankreich hat sich 2005 als wichtigster Handelspartner Deutschlands behauptet. Bei den Exporten nach Frankreich verzeichnete Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 7,4 Prozent auf 79,9 Mrd. Euro. Die Importe stiegen um sechs Prozent auf 54,6 Mrd. Euro. Als Absatzmarkt für deutsche Waren etabliert sich zunehmend Osteuropa. So verdrängte Polen mit einem Plus von 16,7 Prozent auf 21,9 Mrd. Euro China vom zehnten Platz in der Rangliste der wichtigsten Abnehmerländer. Unter den Top 15 finden sich mit Tschechien, Russland und Ungarn drei weitere osteuropäische Handelspartner.

... mehr zu:
»Export »Import


China, das bei den Exporten aus Deutschland lediglich um 1,4 Prozent auf 21,3 Mrd. Euro zulegte, kletterte dagegen in der Rangliste der wichtigsten Einfuhrländer vom sechsten auf den vierten Platz. Insgesamt lieferte das Riesenreich 2005 Waren im Wert von 39,9 Mrd. Euro nach Deutschland. Das entspricht einem Plus von 21,6 Prozent gegenüber 2004. "Das liegt vor allem an der deutschen Exportpalette", erklärt IHK-Außenhandelsexperte Franz-Josef Drees gegenüber pressetext. Während aus China vorwiegend Konsumgüter wie Textilien oder Elektronik-Produkte nach Deutschland kämen, lieferten deutsche Firmen vorwiegend Investitionsgüter.

"Die deutsche Exportwirtschaft setzt vorrangig auf den Ausrüstungsbereich", sagt Drees. Bei den Konsumgütern hätten deutsche Exporteure im Chinageschäft nur im hochwertigen Bereich eine Chance, sähen sich dort aber dem Wettbewerb vor allem durch französische oder italienische Anbieter ausgesetzt. Bei den Importen ist laut Drees neben dem Konsumgüter-Boom ein zunehmender Trend in Richtung halbfertige Komponenten erkennbar, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen soll.

Insgesamt konnte Deutschland im vergangenen Jahr bei den Exporten ein Plus von 7,5 Prozent auf 786,2 Mrd. Euro erwirtschaften. Zu den zehn wichtigsten Exportmärkten Deutschlands zählten auch im Vorjahr die Nachbarn Österreich (42,5 Mrd. Euro) und Schweiz (29,6 Mrd. Euro) mit Zuwächsen von jeweils rund sechs Prozent. Nach Frankreich waren weiterhin die USA und Großbritannien wichtigste Absatzmärkte.

Bei den Importen verbuchte Deutschland im Vergleich zu 2004 ein Plus von 8,7 Prozent auf 625,6 Mrd. Euro. Neben China erreichten hier vor allem Russland (plus 32,4 Prozent), die Niederlande (plus 15,5 Prozent) und Belgien (plus 17,3 Prozent) kräftige Zuwächse. Österreich lieferte Waren im Wert von 25,3 Mrd. Euro (plus 5,3 Prozent), die Schweiz im Wert von 23,3 Mrd. Euro (plus 8,6 Prozent) nach Deutschland.

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Export Import

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Höhere Beschäftigungsstabilität in exportierenden Betrieben
05.02.2019 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Nur leichte Brexit-Delle
29.01.2019 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

Bislang wurden OLEDS ausschließlich als neue Beleuchtungstechnologie für den Einsatz in Leuchten und Lampen verwendet. Dabei bietet die organische Technologie viel mehr: Als Lichtoberfläche, die sich mit den unterschiedlichsten Materialien kombinieren lässt, kann sie Funktionalität und Design unzähliger Produkte verändern und revolutionieren. Beispielhaft für die vielen Anwendungsmöglichkeiten präsentiert das Fraunhofer FEP gemeinsam mit der EMDE development of light GmbH im Rahmen des EU-Projektes PI-SCALE auf der Münchner LOPEC (19. bis 21. März 2019), erstmals in Textildesign integrierte hybride OLEDs.

Als Anbieter von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf dem Gebiet der organischen Elektronik setzt sich das Fraunhofer FEP schon lange mit der...

Im Focus: Light from a roll – hybrid OLED creates innovative and functional luminous surfaces

Up to now, OLEDs have been used exclusively as a novel lighting technology for use in luminaires and lamps. However, flexible organic technology can offer much more: as an active lighting surface, it can be combined with a wide variety of materials, not just to modify but to revolutionize the functionality and design of countless existing products. To exemplify this, the Fraunhofer FEP together with the company EMDE development of light GmbH will be presenting hybrid flexible OLEDs integrated into textile designs within the EU-funded project PI-SCALE for the first time at LOPEC (March 19-21, 2019 in Munich, Germany) as examples of some of the many possible applications.

The Fraunhofer FEP, a provider of research and development services in the field of organic electronics, has long been involved in the development of...

Im Focus: Laserverfahren für funktionsintegrierte Composites

Composites vereinen gewinnbringend die Vorteile artungleicher Materialien – und schöpfen damit zum Beispiel Potentiale im Leichtbau aus. Auf der JEC World 2019 im März in Paris präsentieren die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein breites Spektrum an laserbasierten Technologien für die effiziente Herstellung und Bearbeitung von Verbundmaterialien. Einblicke zu Füge- und Trennverfahren sowie zur Oberflächenstrukturierung erhalten Besucher auf dem Gemeinschaftsstand des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau AZL, Halle 5A/D17.

Experten des Fraunhofer ILT erforschen und entwickeln Laserprozesse für das wirtschaftliche Fügen, Schneiden, Abtragen oder Bohren von Verbundmaterialien –...

Im Focus: Grüne Spintronik: Mit Spannung Superferromagnetismus erzeugen

Ein HZB-Team hat zusammen mit internationalen Partnern an der Lichtquelle BESSY II ein neues Phänomen in Eisen-Nanokörnern auf einem ferroelektrischen Substrat beobachtet: Die magnetischen Momente der Eisenkörner richten sich superferromagnetisch aus, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Der Effekt funktioniert bei Raumtemperatur und könnte zu neuen Materialien für IT-Bauelemente und Datenspeicher führen, die weniger Energie verbrauchen.

In heutigen Datenspeichern müssen magnetische Domänen mit Hilfe eines externen Magnetfeld umgeschaltet werden, welches durch elektrischen Strom erzeugt wird....

Im Focus: Regensburger Physiker beobachten, wie es sich Elektronen gemütlich machen

Und können dadurch mit ihrer neu entwickelten Mikroskopiemethode Orbitale einzelner Moleküle in verschiedenen Ladungszuständen abbilden. Die internationale Forschergruppe der Universität Regensburg berichtet über ihre Ergebnisse unter dem Titel “Mapping orbital changes upon electron transfer with tunnelling microscopy on insulators” in der weltweit angesehenen Fachzeitschrift ,,Nature‘‘.

Sie sind die Grundbausteine der uns umgebenden Materie - Atome und Moleküle. Die Eigenschaften der Materie sind oftmals jedoch nicht durch diese Bausteine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LastMileLogistics Conference in Frankfurt befasst sich mit Lieferkonzepten für Ballungsräume

19.02.2019 | Veranstaltungen

Bildung digital und multikulturell: Große Fachtagung GEBF findet an der Uni Köln statt

18.02.2019 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Thema Desinformation in Online-Medien

15.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

19.02.2019 | Messenachrichten

Künstliche Intelligenz im E-Learning, Corporate Learning und Kundendialog

19.02.2019 | Seminare Workshops

Infrarotstrahlung und Luftmanagement intelligent kombiniert reduziert den Energieaufwand

19.02.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics