Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Börsengang einer Fraunhofer-Ausgründung

07.04.2006


Prototyp eines beschichteten Katheters. © Bio-Gate AG


Erstmals ist ein Spin-Off der Fraunhofer-Gesellschaft an die Börse gegangen: Die Bio-Gate AG ist in Nürnberg und Bremen ansässig. Das Nanotechnologie-Unternehmen ist darauf spezialisiert, Materialien und Oberflächen mit Nanosilberpartikeln antibakterielle Eigenschaften zu verleihen.

... mehr zu:
»Bio-Gate »Silber

Die Ausgründung entstand durch gemeinsame Projektarbeit zwischen Wissenschaftlern am Fraunhofer-Institut für angewandte Materialforschung IFAM in Bremen, der Universität Erlangen und Indus-triepartnern. Sie wurde vom Bundesforschungsministerium, dem Freistaat Bayern und der Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt, die am Unternehmen beteiligt ist. Der Umsatz des Unternehmens betrug 2005 3 Mio Euro. Der erste gehandelte Börsenkurs am 4. April 2006 lag bei 33,50 Euro.

"Wer wirtschaftlichen Erfolg sucht, muss gemeinsam neue innovative Ideen entwickeln und rasch in Produkte umsetzen. Die Bio-Gate AG ist ein Beispiel für den gut funktionierenden Technologietransfer von der Theorie in die Praxis. Das Know-how der Wissenschaftler konnte gemeinsam mit Industriepartnern erfolgreich in Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden", so Thomas Doppelberger, Leiter der Fraunhofer Venture-Gruppe. Nanosilberpartikel können zum Beispiel in Kathetern, Implantaten und weiteren medizinischen Geräten dazu beitragen, Infektionen bei den Patienten zu verhindern. Weitere Anwendungen sind Farben und Lacke oder die Verarbeitung von Lebensmitteln. Bio-Gate bietet den Kunden umfassende Dienstleistungen von der Beratung, Beschreibung und Zertifizierung antimikrobieller Werkstoffe bis zur Qualitätskontrolle.


An den zwei Standorten bearbeiten die 20 Mitarbeiter der Bio-Gate AG drei Geschäftsfelder. Sie testen antimikrobielle und antiadhäsive Eigenschaften von Werkstoffen und Produkten, veredeln Materialien und beschichten Oberflächen mit kleinstteiligem Silber, um sie mit einer langfristigen und medizinischen Wirkung gegen Bakterien, Pilze und anderen Krankheitserregern auszustatten. Die Wissenschaftler entwickelten dazu ein automatisiertes Messverfahren für die biologische Werkstoffprüfung. Damit lassen sich große Mengen an Proben schnell untersuchen und die Anzahl der Silberteilchen bestimmen, die für die gewünschte Anwendung erforderlich ist. Die Herstellung der Nanopartikel aus Silber ist hoch komplex. Nanoporöse Silberteilchen mit einem Durchmesser von 50 bis 100 Nanometern verbinden sich besonders gut mit dem Polymer. Auf diese Weise lassen sich die Partikel gleichmäßig in Kunststoff einarbeiten.

Auf dem Weg zum Unternehmer hilft die Fraunhofer-Venture Gruppe tatkräftig mit. Als Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie ist sie Ansprechpartner für alle, die Innovationen suchen, unterstützen und vermarkten.

Marion Horn | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2006/04/Presseinformation742006.jsp

Weitere Berichte zu: Bio-Gate Silber

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung wächst weiter
28.01.2020 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht Krisenrisiko Nummer 1: Unerwartete Liquiditätsengpässe
08.01.2020 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Höhere Treibhausgasemissionen durch schnelles Auftauen des Permafrostes

18.02.2020 | Geowissenschaften

Supermagnete aus dem 3D-Drucker

18.02.2020 | Maschinenbau

Warum Lebewesen schrumpfen

18.02.2020 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics