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Unternehmensberater: Konjunkturwende in Deutschland in Sicht

15.12.2005


Wirtschaftliche Situation der Firmen verbessert - Inlandsnachfrage steigt



Die deutsche Wirtschaft befindet sich offenbar wieder im Aufwärtstrend. Dem aktuellen "Stimmungsbarometer Wirtschaft" des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) zufolge hat sich die wirtschaftliche Situation deutscher Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte erheblich verbessert. Demnach stieg die Zahl der BDU-Berater, die die momentane Lage ihrer Klienten als sehr gut bis gut beurteilen, von acht Prozent in der ersten Jahreshälfte auf nun 32 Prozent.



Der Anteil der skeptischen Stimmen ging dagegen von 23 auf sieben Prozent zurück. "Die Anzeichen für eine Konjunkturwende in Deutschland vermehren sich", schließt der Verband aus den Umfragergebnissen. Grundlage für den Optimismus ist die laut BDU gestiegene Inlandsnachfrage, die insbesondere von kräftigen Zuwächsen bei den Ausrüstungsinvestitionen angekurbelt wird. Ein Großteil der Berater rechnet auch für die kommenden sechs Monate mit verbesserten Umsätzen vor allem in der Investitionsgüterindustrie sowie der Chemie- und Pharmabranche.

"Jetzt gilt es, diesen Aufwärtstrend aus der Wirtschaft zu festigen und den Umkehrtrend auf dem angespannten Arbeitsmarkt zu schaffen", sagte BDU-Präsident Rémi Redley. Erst dann werde die Stimmung auch auf die privaten Konsumenten übertragen und die Binnenkonjunktur endlich angekurbelt, so Redley. "Grundsätzlich wird der positive Trend auch in den kommenden Monaten über alle Branchen hinweg zu spüren sein", so Redley auf Anfrage von pressetext. Unrühmliche Ausnahmen bilden demnach lediglich die Bereiche Bauwirtschaft sowie Handel/Handwerk.

Auf den Arbeitsmarkt wird sich die allgemein bessere Wirtschaftslage der Umfrage zufolge aber noch nicht positiv auswirken. Ganz im Gegenteil: Der Arbeitsplatzabbau soll in den kommenden sechs Monaten tendenziell eher weiter gehen. Zwar erwarten die Berater für die Investitionsgüterindustrie und sonstige Dienstleistungen ein Plus an Arbeitsplätzen. Für die Automobilindustrie, die Finanzdienstleistungsbranche und den Öffentlichen Dienst sehen die BDU-Berater zumindest bei den Jobaussichten eher schwarz.

Für das halbjährlich erscheinende "Stimmungsbarometer Wirtschaft" befragt der BDU rund 1.200 Unternehmensberater. Die Berater decken die gesamte Palette der deutschen Unternehmenslandschaft ab, hieß es aus dem BDU gegenüber pressetext.

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bdu.de

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