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Entwicklungsstandort Deutschland auf dem Prüfstand

14.12.2005


Hat Deutschland als Entwicklungsstandort eine Zukunft? Das Fraunhofer IAO hat bei Experten nachgefragt und gemeinsam mit euro engineering eine Studie zu der Thematik erstellt. Diese zeigt branchenübergreifend die Situation sowie Verbesserungspotenziale in der Entwicklung auf.



Die Globalisierung setzt den Standort Deutschland immer stärker unter Druck. Denn neben Fertigungskapazitäten verlagern viele Unternehmen zunehmend auch Entwicklungsleistungen ins Ausland oder kaufen diese dort zu. Die Frage, ob Deutschland als Entwicklungsstandort überhaupt noch eine Zukunft hat, ist daher durchaus berechtigt.

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Um herauszufinden, wie die Betroffenen selbst die Situation einschätzen, haben das Fraunhofer IAO und der Entwicklungsdienstleister euro engineering AG nachgefragt: 40 Interviews mit Entwicklungsleitern und Geschäftsführern sowie eine Befragung unter ca. 100 Experten bilden die Basis für die gemeinsame Studie "Entwicklungsstandort Deutschland - wie sicher in die Zukunft", die Ende Januar 2006 erscheint. Gefragt wurde beispielsweise: Wie leistungsfähig ist die Entwicklung am Standort Deutschland? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen der Leistungsfähigkeit der Entwicklung und unterschiedlichen Organisationskonzepten und -methoden? Welche Schlüsselqualifikationen sind für die Zukunftssicherung der Entwicklung in Deutschland erforderlich?

Die Ergebnisse sprechen für sich: In den nächsten fünf Jahren erwarten Experten eine Stagnation oder sogar einen Rückgang des Anteils der in Deutschland erbrachten Entwicklungsleistungen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Allerdings spielt nicht der Kostenaspekt die dominierende Rolle. Vielmehr entscheiden die verfügbare Infrastruktur, die Qualifikation der Entwickler und die Nähe zu den jeweiligen Absatzmärkten über die Standortwahl.

Anhand der Ergebnisse können Produktionsunternehmen die richtigen Schlüsse für die Organisation und Zukunftssicherung der Entwicklung in ihrem Unternehmen ziehen. Den Standort Deutschland zu stärken heißt, die Innovationskraft der Unternehmen, die Qualität der Entwicklungsergebnisse und die Effizienz ihrer Prozesse zu steigern. Voraussetzung dafür ist, den Faktor Mensch stärker in den Vordergrund zu stellen: Denn nur wenn künftig genügend qualifizierte Mitarbeiter für die Entwicklung zur Verfügung stehen, lassen sich die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Ihr Ansprechpartner für nähere Informationen:
Michael Richter
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-20 63, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 99
E-Mail: michael.richter@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de/entwicklungsstudie
http://www.iao.fraunhofer.de

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