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Universitäts-Projekt untersucht Förderpolitik in der EU

07.12.2005


Das Hanseatische Institut für Unternehmertum und Regionalentwicklung an der Universität Rostock (vormals das International Baltic Entrepreneurship Center) startet in Zusammenarbeit mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald und der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein Projekt, bei dem der bisherige Einsatz von Fördermitteln zur Beseitigung von Strukturdefiziten und dem Schaffen zusätzlicher Arbeitsplätze auf ihre Wirksamkeit untersucht und eingeschätzt werden soll.

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Die Ergebnisse der Untersuchung sollen helfen, die Förderinstrumente so anzupassen, dass sie einen noch besseren Beitrag zur Weiterentwicklung der Regionalförderung Mecklenburg-Vorpommerns leisten können. Im Focus der Betrachtungen liegen dabei die Mittel des Europäischen Strukturfonds ESF und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE.

Bei der Betrachtung vergleichbarer Regionen in Europa sollen deren Erfolge bei der Beseitigung von Strukturdefiziten und der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze analysiert und die Übertragbarkeit auf Mecklenburg-Vorpommern geprüft werden. „Wir wollen während der Arbeit im Projekt bewusst über den eigenen Tellerrand schauen und von wachstumsstarken Regionen lernen, um ganz konkrete Vorschläge machen zu können, welche förderpolitischen Maßnahmen auch das Land Mecklenburg-Vorpommern voranbringen können“, meint Prof. Marion Eich-Born von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.


Europäische Erfolgsregionen in Finnland, England, Schottland oder Irland belegen, dass Wachstum sich insbesondere in regionalen Innovationszentren entwickelt. Deshalb wird im Projekt untersucht, inwieweit sich die Flächen übergreifende und ausgleichsorientierte Förderung auf eine Zentren orientierte und wachstumsorientierte Förderung umstellen muss. Prof. Gerald Braun, Direktor des Instituts für Unternehmertum und Regionalentwicklung: „Wir müssen der Frage nachgehen, ob es weiterhin sinnvoll ist, Wüsten mit der Gieskanne zu bewässern, oder ob es Erfolg versprechender ist, sich gezielt um die Oasen zu kümmern.“ Aus diesem Grund sei es notwendig, die Innovationspotentiale und Wachstumskerne der Regionen in Mecklenburg-Vorpommern zu identifizieren.

Das Projekt selbst wird aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds und des Ministeriums für Arbeit, Bau und Landesentwicklung in Schwerin finanziert und läuft bis März 2008.

Weitere Informationen:
Prof. Gerald Braun
Hanseatisches Institut für Unternehmertum und Regionalentwicklung an der Universität Rostock
Ulmenstraße 69
18057 Rostock
Tel. 03 81 - 498 45 61
gerald.braun@uni-rostock.de

Gerald Braun | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

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