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KfW unterstützt Ägypten bei Umwelt- und Ressourcenschutz

04.10.2001


Die KfW stellt Ägypten 100 Mio DM für den Ausbau des Entwässerungssystems im Niltal und Nildelta zur Verfügung. Der entsprechende Vertrag wurde heute in Kairo unterzeichnet.Das Projekt sichert die Lebensgrundlage von 400.000 Kleinbauern. Ohne die Entwässerung ihrer Felder droht ein Ernterückgang durch Versalzung und gestaute Feuchtigkeit in den Böden.

Im Rahmen eines Pilotprojektes werden ägyptische Kleinbauern das Entwässerungssystem erstmals selbst instand halten. Bisher waren Betrieb und Unterhaltung derartiger Anlagen in Ägypten staatliche Aufgaben. Neben der KfW beteiligen sich die Weltbank, die Europäische Investitionsbank und die ägyptische Regierung an dem Projekt. Mit weiteren 60 Mio DM unterstützt die KfW den Bau von Kläranlagen und die Installation von Luftfiltern in der Industrie. Zum Projekt gehört ferner die umwelttechnische Beratung der beteiligten Unternehmen in der Nilregion. Dabei arbeitet die KfW mit ägyptischen Geschäftsbanken zusammen, die auch eigene Mittel für das Projekt mobilisieren. Ziel ist, die Finanzierung von Umweltvorhaben als Geschäftsfeld bei den Partnerbanken zu verankern.

Das ägyptischen Niltal und Nildelta zählt zu den am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. In den Siedlungsgebieten konzentrieren sich industrielle Produktion und Landwirtschaft. Wachsende Umweltbelastungen gefährden die Gesundheit der Bevölkerung ebenso wie die Fruchtbarkeit der Böden. Die KfW will mit ihren beiden neuen Projekten in Ägypten einen Beitrag zum notwendigen Schutz von Umwelt und Ressourcen in dem nordafrikanischen Land leisten.

Die Mittel für die KfW-Projekte stammen aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie werden über die KfW im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt.

Christine Volk | idw

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