Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Düstere Prognosen für die Werbewirtschaft

28.09.2001


Die Zuschauerzahlen steigen, die Werbeeinnahmen sinken: Nach den Terror-Anschlägen in den USA vor gut zwei Wochen stehen Fernsehsender und Printmedien vor schweren finanziellen Einbußen. Erstmals seit 31 Jahren wird der deutsche Werbemarkt wieder rote Zahlen schreiben, prognostiziert der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Das berichtet das führende deutsche Marketingmagazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe.

Die Stimmung der Verbraucher sei nach den Ereignissen in den USA gedämpft, sagt Volker Nickel, Geschäftsführer des ZAW. Daran werde auch das Weihnachtsgeschäft wenig ändern. Nickel erwartet deshalb bei den Werbeumsätzen im Jahr 2001 ein Minus von mindestens einem Prozent, was einen Verlust von mindestens 332 Millionen Euro bedeutet. Vor dem 11. September sah alles noch ganz anders aus: "Trotz negativer Berichterstattung wäre die Werbekonjunktur nicht in die rote Zone gerutscht", meint Nickel.

In den vergangenen beiden Wochen gab es bereits zahlreiche Stornierungen von Print- und Fernsehwerbung. Der "Spiegel" schließt bis zum Jahresende einen Anzeigenrückgang von bis zu 20 Prozent nicht aus, "Focus" meldet derzeit ein Minus von 14,7 Prozent. Für das Fernsehen erwartet Werbevermarkter IP Deutschland Mindereinnahmen in Millionenhöhe. Zwar finde seit dieser Woche eine weitgehende Normalisierung des Werbegeschäfts statt, so Jan Isenbart, Sprecher des RTL-Werbezeitenvermarkters IP. Viele Werbebudgets seien aber "noch in der Schwebe".

Für das kommende Jahr erwartet Volker Nickel vom ZAW wieder ein leichtes Umsatzplus von "einem Prozent plus X". Analysten in den USA sind weniger optimistisch: Nach Rückgängen von 5 Prozent und mehr im laufenden Jahr sehen sie auch für 2002 noch keine Besserung voraus. Leland Westerfield von UBS Warburg prognostiziert ein weiteres Absacken um zwei Prozent. "Die Werbung hat noch nie zwei Minusjahre in Folge wegstecken müssen", so Leland.

Wenn es nur nach den Einschaltquoten ginge, könnten die Fernsehsender mehr als zufrieden sein. In den USA verfolgten zum Beispiel bis zu 89 Millionen Fernsehzuschauer die Benefiz-Gala "A Tribute to Heroes" am vergangenen Samstag. Die meisten Fernsehsender verzichteten aber tagelang auf Werbung, ebenso zahlreiche Radiosender, Print- und Online-Medien. Dadurch könnten sich bereits jetzt die Ausfälle in den USA auf 700 bis 800 Millionen Dollar summieren, so eine Schätzung von Media Buyers Daily.

| ots

Weitere Berichte zu: Werbewirtschaft ZAW

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsrisiko gesunken - IMK-Indikator hellt sich auf – robuster Aufschwung geht weiter
16.08.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index leicht rückläufig
24.07.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Linsen im Fokus

21.08.2018 | Seminare Workshops

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Woher Muskeln wissen, wie spät es ist

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics