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Modellversuch: 43 Prozent weniger Sozialhilfeempfänger

11.09.2001


Obwohl die Zahl der Sozialhilfeempfängen im letzten Jahr um rund 128.000 auf 2,68 Millionen gesunken ist, stiegen die Ausgaben der Kommunen im sozialen Bereich im Jahr 2000 auf mehr als 52 Milliarden Mark. Für dieses Jahr wird mit einem Anstieg auf 55 Milliarden Mark gerechnet. Unverständlich, da große Einsparpotenziale nach wie vor nicht realisiert sind. Städte und Gemeinden könnten nicht nur durch Kürzung der Zahlungen, sondern auch durch eine intensivere Beratung der Hilfeempfänger erheblich entlastet werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Mummert + Partner Unternehmensberatung. Bei einem Modellversuch lag die Zahl derjenigen, die nach einer so genannten Auswegberatung nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen waren, bei bis zu 43 Prozent.

Faule Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger werden häufig für die hohen Sozialausgaben verantwortlich gemacht. Das ist zu einfach: Sparideen gibt es genug. Immer wieder lässt sich feststellen: Die Gemeinden setzen Vorgaben der Kreise mangels finanzieller Anreize nur unzureichend um und vergeuden so Sozialausgaben. Die Gründe: Die Sozialbudgets werden von den Gemeinden nur verwaltet. Es besteht auf kommunaler Ebene kein Anreiz zum Sparen. Dabei könnten bei einer Übertragung der finanziellen Verantwortung von den Kreisen auf die Gemeinden bis zu fünf Prozent der Sozialausgaben eingespart werden. Das ergab eine Untersuchung von Mummert + Partner in drei hessischen Landkreisen.

Bereits erfolgreich gespart haben auch 24 Sozialämter aus dem ganzen Bundesgebiet im Rahmen eines Modellprojektes der Bundesregierung. Vielen Antragstellern konnte eine offene, vom Sozialamt akquirierte Stelle angeboten werden. Durch die Verbindung von unterschiedlichen Beratungsansätzen konnte die soziale Integration erreicht und die Kosten in den Sozialämtern gesenkt werden. Auch zur Vermeidung von Sozialhilfebetrug hat sich das System bewährt: Der Antragsteller erkennt, dass eine sehr sorgfältige Prüfung stattfindet, der Versuch, neben der Sozialhilfe auch Einnahmen aus Schwarzarbeit zu beziehen, erweist sich als risikoreich. Selbst wenn ein Hilfeempfänger schon lange von der Sozialhilfe abhängig ist, kann ihm eine qualifizierte Auswegberatung den Ausstieg ermöglichen.

"Der Modellversuch hat gezeigt, dass es verschiedene Wege gibt, um die Zahl der Sozialhilfeempfänger zu reduzieren", sagt Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert + Partner Unternehmensberatung. "Ein besonders erfolgversprechender ist, sie durch intensive Beratung wieder ins Arbeitsleben zu integrieren und damit die Kosten im sozialen Bereich zu senken."

Jörg Forthmann | ots
Weitere Informationen:
http://www.mummert.de.

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