Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Arbeitsmarkt muss durchlässiger werden / "Arbeitsgruppe Benchmarking" und Bertelsmann Stiftung legen Abschlussbericht

10.09.2001


Der deutsche Arbeitsmarkt muss durchlässiger werden. Der ausgebaute Kündigungsschutz gibt zwar denjenigen Sicherheit, die einen Arbeitsplatz haben, wirkt aber als Beschäftigungshemmnis für Arbeitslose und Neueinsteiger. Daher ist eine freiere Handhabung flexibler Beschäftigungsformen (etwa befristete Beschäftigung oder Zeitarbeit) notwendig. Das geht aus dem von Bertelsmann Stiftung und der "Arbeitsgruppe Benchmarking" des Bündnisses für Arbeit erstellten Abschlussbericht hervor, der in dieser Woche veröffentlicht wird. Zur "Arbeitsgruppe Benchmarking" gehören Gerhard Fels, Institut der deutschen Wirtschaft, Rolf G. Heinze, Ruhr-Universität Bochum, Heide Pfarr, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans Böckler Stiftung, Günter Schmid, Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin, und Wolfgang Streeck, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung Köln.

Dem Bericht zufolge müssen auch die Abgabenlast für Unternehmer und Arbeitnehmer reduziert werden und gleichzeitig negative Anreize zur Arbeitsaufnahme von Arbeitslosen abgebaut werden. Auch die Arbeitsmarktpolitik sollte aktiviert werden. Die Arbeitsvermittlung müsse den Arbeitslosen einen zielgenauen Qualifikations- und Beschäftigungsplan mit entsprechenden Sanktionsmöglichkeiten bei Passivität des Arbeitssuchenden erstellen, heißt es in dem Bericht.

Auch müsse das Potenzial älterer Arbeitskräfte durch vermehrte Weiterbildungsanstrengungen mobilisiert und die Lebensarbeitszeit verlängert werden. Nur so könnten die Folgen des demografischen Wandels abgemildert und der finanziellen Krise der gesetzlichen Rentenversicherung wirkungsvoll entgegnet werden. Im internationalen Vergleich positiv zu Buche schlagen dagegen beispielsweise die niedrige Jugendarbeitslosigkeit, die geringe Armut oder das hohe generelle Bildungsniveau in Deutschland.

Der Benchmarking-Bericht beurteilt den Wirtschafts- und Sozialstandort Deutschland im internationalen Vergleich. Bei den insgesamt 18 unter die Lupe genommenen OECD-Ländern handelt es sich neben Deutschland um Japan, die USA und Kanada, Australien und Neuseeland, Großbritannien, Frankreich und Italien sowie Dänemark, Belgien, Finnland, Irland, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden und die Schweiz. Ziel des Berichtes ist die Erkennung von Stärken und Schwächen, um damit die Voraussetzungen für die Suche nach praktisch umsetzbaren Reformansätzen zu schaffen.

Andreas Esche | ots
Weitere Informationen:
http://www.bertelsmann-stiftung.de

Weitere Berichte zu: Benchmarking

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsrisiko gesunken - IMK-Indikator hellt sich auf – robuster Aufschwung geht weiter
16.08.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index leicht rückläufig
24.07.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics