Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vollstreckungsvorgänge in Deutschland

14.07.2005


Zahl des Tages

Immer mehr Bürger in Zahlungsschwierigkeiten - Alle 30 Sekunden wird in Deutschland eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben - alle 20 Sekunden ergeht ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss / Gläubiger brachten im Jahr 2004 bei den Amtsgerichten nochmals 3,3 Prozent mehr Vollstreckungsvorgänge auf den Weg, um an ihr Geld zu kommen

Gläubiger kommen offenbar immer schwieriger an ihr Geld. Die Zahlungsschwierigkeiten vieler Bürger haben deshalb immer häufiger auch drastische rechtliche Folgen. So wurde im vergangenen Jahr in Deutschland alle 20 Sekunden ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (1,5 Millionen Fälle) beim Amtsgericht beantragt. Alle 30 Sekunden wurde eine Eidesstattliche Versicherung (1.072.105 Fälle) abgenommen - jeder 77. Bürger musste hierfür sein Amtsgericht aufsuchen, meldete die volkswirtschaftliche Abteilung der Seghorn Inkasso GmbH heute in Bremen. Das Unternehmen stellte dort die erste deutsche "Vollstreckungs-Landkarte" vor, die detaillierte Daten auf der Ebene der Landgerichtsbezirke zeigt.

Insgesamt wurden 2004 mit 3.632.881 Vorgängen bei den Amtsgerichten 3,3 Prozent mehr Vollstreckungssachen, Zwangsversteigerungen und Zwangsverwaltungen als 2003 registriert. Auf die Bevölkerung umgerechnet waren das im Durchschnitt 44 Zwangsmaßnahmen je 1.000 Einwohner.

Deutlich zugenommen hat auch die Zahl der Fälle, in denen der Immobilienbesitz "unter den Hammer" kommt. Im Jahr 2004 wurden gegenüber 2003 mit 91.991 Fällen 5,5 Prozent mehr Zwangsversteigerungen von Immobilien in die Wege geleitet. Etwa alle sechs Minuten wird mittlerweile eine Zwangsversteigerung beim Amtsgericht beantragt.

Vollstreckungsvorgänge im Ländervergleich

Die meisten Vollstreckungsvorgänge wurden mit 59,4 pro 1.000 Einwohner in Berlin veranlasst, die wenigsten mit 37,1 in Bayern. Die stärkste Zunahme verzeichnete Thüringen mit plus 7,6 Prozent vor Sachsen-Anhalt mit plus 6,1 Prozent und Bayern mit plus 5,6 Prozent. Einen Rückgang der Vollstreckungsvorgänge meldete Schleswig-Holstein mit minus 1,3 Prozent vor Brandenburg mit minus 1,0 Prozent und dem Saarland mit minus 0,7 Prozent.

Ranking auf Landgerichtsebene

Bezogen auf die Einwohnerzahl mussten in Berlin mit 59,4 Fällen pro 1.000 Einwohner am meisten Vollstreckungsvorgänge eingeleitet werden, knapp dahinter lagen die Landgerichtsbezirke Duisburg mit 58,5 und Mönchengladbach mit 56,9 Fällen. Am wenigsten Fälle zählten dagegen die Landgerichtsbezirke Würzburg und Ansbach mit jeweils 30,9 sowie Weiden mit 31,6 Fällen pro 1.000 Einwohner.

Als eines der größten Inkasso-Unternehmen Deutschlands bearbeitet die Seghorn Inkasso GmbH in Bremen derzeit mehr als eine Million Inkassoaufträge. Damit gehört das Unternehmen auch zu den wichtigsten Auftraggebern der Gerichtsvollzieher. Im Jahr 2004 war die Seghorn Inkasso GmbH bei jeder fünfzehnten abgegebenen Eidesstattlichen Versicherung beteiligt. Weitere Informationen sowie ausführliche Zahlen nach Bundesländern und Landgerichtsbezirken unter www.seghorn.de und www.vollstreckungslandkarte.de

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.seghorn.de

Weitere Berichte zu: Vollstreckungsvorgang Zwangsversteigerung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet - Juni 2018
20.06.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics