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Neuer Konjunkturindikator: Arbeitskosten im 1. Quartal 2005 um 1,2% gestiegen

09.06.2005


Die Arbeitskosten je geleistete Stunde im Produzierenden Gewerbe und in ausgewählten Dienstleistungsbereichen sind in Deutschland im ersten Quartal 2005 gegenüber dem ersten Quartal 2004 kalenderbereinigt um 1,2% gestiegen. Damit setzte sich der Trend moderater Wachstumsraten bei den Arbeitskosten fort. Im Vergleich zum vierten Quartal 2004 lag der Anstieg kalender- und saisonbereinigt bei 0,7%.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des neuen vierteljährlichen Arbeitskostenindex, der heute in Frankfurt am Main vom Präsidenten des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, vorgestellt wurde. Der Arbeitskostenindex ist einer von 19 wichtigen Konjunkturindikatoren, mit denen die Wirtschaftsentwicklung in Europa analysiert wird. Der schrittweise Aufbau dieses Indikatorensystems ist ein zentrales Anliegen der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Union.

Die beiden Hauptbestandteile der Arbeitskosten entwickelten sich wie folgt: Die Bruttolöhne und -gehälter sind im Vergleich zum ersten Quartal 2004 kalenderbereinigt um 1,1% gestiegen, die Zunahme der Sozialbeiträge der Arbeitgeber betrug 1,6%.

Die deutlichste Erhöhung der Arbeitskosten im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten das Verarbeitende Gewerbe und die Energie- und Wasserversorgung mit jeweils 2,4%. Demgegenüber lagen die Arbeitskosten im Gastgewerbe um 1,6% niedriger als im ersten Quartal 2004.

Der Arbeitskostenindex beruht auf zwei EU-Verordnungen aus dem Jahr 2003 und spiegelt die Entwicklung der Arbeitskosten insgesamt sowie der Teilkomponenten Bruttolöhne und -gehälter und Sozialbeiträge der Arbeitgeber jeweils je geleistete Stunde wider. Zum Darstellungsbereich des Arbeitskostenindex zählen das Produzierende Gewerbe sowie die Dienstleistungsbereiche "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern", "Verkehr und Nachrichtenübermittlung", "Kredit- und Versicherungsgewerbe" und "Unternehmensnahe Dienstleistungen".

Im Jahr 2007 soll der gesamte Dienstleistungsbereich abgebildet werden. Die in die Berechnung des Arbeitskostenindex einfließenden Daten stammen aus einer Vielzahl von bestehenden Statistiken, eine neue, eigenständige Erhebung war nicht notwendig. Die Entwicklung der geleisteten Arbeitsstunden wird der Arbeitszeitberechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) entnommen.

Roland Günther | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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